Halberstadt l Die Teilnehmer der 25. Orchesterwerkstatt Junger Komponisten Halberstadt 2014 waren am Dienstagmorgen im Gymnasium Martineum zu Gast.

Das Halberstädter Gymnasium setzt damit eine über zehnjährige Tradition fort, indem es sowohl den jungen Komponisten als auch den Schülern der Musikkurse die Möglichkeit gibt, sich im direkten Kontakt über eines der wichtigsten Dinge in ihrem Leben, über die Musik, auszutauschen.

In einer entspannten dreiviertel Stunde sprachen vier Komponisten über die Motive für ihre Arbeit, stellten auf dem Klavier, der Gitarre oder per CD ihre Arbeiten vor und erläuterten anhand von Kompositionsauszügen ihre schöpferische Arbeit.

Moderiert wurde das Zusammentreffen von Theaterpädagogin Anja Grasmeier, die sich nicht nur bei den Akteuren, sondern auch bei Anja Brandt, Musiklehrerin und Chorleiterin am Gymnasium, für die Zusammenarbeit bedankte.

Johanna Kumke und Julia Puhrer gehörten zu den 25 Schülern der 10. Klassen, die gestern die jungen Komponisten persönlich kennenlernten. Beeindruckt waren sie von den Einblicken in das Schaffen der jungen Komponisten, wie es ihnen gelingt, Dinge, die sie bewegen, in Noten umzusetzen. "Schade, dass das Gespräch nur 45 Minuten dauerte, aber im Konzert am Mittwoch beziehungsweise am Donnerstag werden wir ihre Musik noch näher und intensiver kennenlernen können", sagten die beiden 16-Jährigen. Auch für sie hat die Musik eine besondere Bedeutung; sie spielen seit der ersten Klasse Klavier.

Mit dabei waren neben Katrin Brechmann vom Landesmusikrat in Halle auch Professor Martin Christoph Redel von der Musikhochschule Detmold und Professorin Violeta Dinescu von der Universität Oldenburg, die am Nachmittag im Kloster Michaelstein bei Blankenburg ein Seminar für die Teilnehmer der Orchesterwerkstatt leiteten. Die beiden Hochschullehrer sind schon seit Jahrzehnten treue Partner der Komponistenwerkstatt und geben den jungen Notenschöpfern unter anderem theoretisches Rüstzeug für die weitere kreative Arbeit mit.

Gerade dieses Feedback ist neben der Arbeit mit den Musikprofis des Theaterorchesters eine der Besonderheiten dieser Werkstatt. Die selbst ist bereits einzigartig - nirgendwo sonst in Deutschland gibt es für junge Komponisten zwischen zehn und 27 Jahren die Gelegenheit, die eigenen Stücke mit einem Orchester einzustudieren und noch als Jugendlicher die Uraufführung der Werke zu erleben.