Solch einen Menschenauflauf hat es seit der Eröffnung des sanierten Bahnhofsgebäudes nicht mehr gegeben: Am Sonnabend erlebten viele Hundert Besucher ein angebotsreiches und unterhaltsames Kinder- und Familienfest auf dem Vorplatz.

Halberstadt l "Als Unternehmen mit Hauptsitz in Halberstadt haben wir bewusst Geschäfte im Bahnhof und ortsansässige Vereine in das Programm einbezogen", sagte Thomas Kleinrensing. Diese Entscheidung sei wie auch die Partnerschaft mit der NOSA genau richtig gewesen, zeigte sich der Sprecher des HarzElbeExpress (HEX) gegen Ende eines Festes, das bereits zur Eröffnung am Vormittag einen ungeahnten Besucheransturm verzeichnete, zufrieden. Kleinrensing: "Dieser Erfolg ist ein Gemeinschaftswerk von vielen engagierten Leuten, die sich bei der Vorbereitung und am heutigen Tag selbst eingebracht haben."

Unübersehbar waren die vielen Stände auf dem Bahnhofsvorplatz. Das Technische Hilfswerk war mit einem großen Aufgebot vertreten, präsentierte seine Technik und bot allerhand Mitmachaktionen für Kinder an. Bei denen waren die Minifahrzeuge am begehrtesten. Ununterbrochen rollten diese über den Platz mit den Stahlpyramiden.

Die Sportjugend Harz lud zum Basteln und Spielen ein, im Märchenzelt las Monique Banse von der Buchhandlung Eckert als Pixi verkleidet Geschichten vor, nebenan wurden Gesichter geschminkt, unweit davon drehte sich das Glücksrad und auf der Hüpfburg tobten ausgelassen die Kleinsten.

Die Bundespolizei, die Malteser und die Bahnhofsmission informierten nicht nur über ihre Arbeit, sondern luden zum Mitmachen ein. Denn Mitmachen und Spaß haben, war sozusagen das Motto des Tages.

Auf dem Bahnsteig 1 stand ein moderner HEX-Triebwagen, bei dem man sogar im Cockpit Platz nehmen durfte. Auch die Diesellok 285 001 der HVLE AG konnte bestiegen werden. Der Renner war jedoch die Dampflok aus dem Jahr 1941. Sebastian Pense, Uwe Rehe, Kevin Bauer und Thomas Fehrecke von der Traditionsgemeinschaft 50 3708-0 luden zu Mitfahrten ein und erklärten Kindern und Erwachsenen die Technik des schwarzen Riesen.

Unüberhörbar war das Universal Druckluft Orchester von Peter Till, der stets viele Neugierige um sein originelles Eigenbau- Instrumentarium versammelte und mit seiner musikalischen Show begeisterte. Der Musikmaschinist übernahm zudem die Moderation des Geschehens auf der Bühne. Dort eröffnete das Jugendblasorchester das Programm, gefolgt von einer Zaubershow und den "Dancing Kids". Am Nachmittag beschlossen dort die Cheerleader des HT 1861 nach dem Auftritt der Musikschule Fröhlich das Bühnenprogramm. Das Publikum forderte nach der rasanten Show der sportlichen Mädchen und Jungen eine Zugabe. Die Akteure lockten außerdem interessierte Kinder auf die Bühne, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde.

"Eine echt runde Sache", befand Jan Schleese, der mit Familie zu einem Wochenendbesuch in Halberstadt weilte, die zahlreichen Angebote, "für jeden ist etwas dabei. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß." Lob war oft zu vernehmen für alles, was es zu erleben gab und auch für die gute Versorgung, die keine Wünsche offen ließ.

 

Bilder