Blankenburg (dl) l Ist der tragische Unfall mit einem Kranfahrzeug am Montagmorgen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit passiert oder spielten womöglich andere Ursachen eine Rolle? Nach dem Unglück, bei dem ein 56-jähriger Mann tödlich verletzt worden ist, hat der Geschäftsführer des Kranunternehmens Zweifel daran geäußert, dass sein Fahrer zu schnell unterwegs war. "Ich kenne den Fahrer seit vielen Jahren als einen sehr besonnenen Mitarbeiter und kann mir einfach nicht vorstellen, dass er zu schnell war und das Tempolimit missachtet hat", sagte Martin Schäfer. Die Polizei hatte - nach ersten Ermittlungen vor Ort und Zeugenaussagen - die Möglichkeit angedeutet, dass der Kranwagenfahrer womöglich zu schnell unterwegs war.

Der Fahrer war am Montag gegen 7.45 Uhr zwischen Blankenburg und Timmenrode mit seinem tonnenschweren Kran von der von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinabgestürzt. Dabei geriet er unter den Kran und wurde tödlich verletzt.

Ein Polizeisprecher wollte sich am Mittwoch nicht zum aktuellen Ermittlungsstand äußern. "Wir haben einen Gutachter in die Ermittlungen einbezogen und müssen nun dessen Expertise abwarten. Wir ermitteln stets in alle Richtungen und gehen allen Hinweisen nach."

Die Volksstimme berichtet in den Printausgaben Halberstadt und Wernigerode am Donnerstag ausführlich über die Sicht des Geschäftsführers des Kranunternehmens.