Die Feuerwehren aus Deersheim (Erwachsene) und Osterwieck (Jugend) haben den Stadtwettkampf im Löschangriff gewonnen.

Berßel l In den letzten Wochen konnten des Öfteren über Sportplätze und Wiesen sprintende Feuerwehrleute beobachtet werden. Äußeres Zeichen dafür, dass nach zwei Jahren wieder ein Wettbewerb im Löschangriff nass, also mit Wasser, um die Pokale der Bürgermeisterin anstand.

Dass sich fleißiges Training auszahlt, zeigt das Beispiel der gemeinsamen Mannschaft von Osterode und Veltheim. Über Wochen hat sie sich jeden Donnerstag getroffen, sogar extra einen Wasserbehälter fürs Training vorbereitet, wie Osterodes Vizewehrleiter Christian Neuhaus berichtete. Die Laufzeiten wurden von Mal zu Mal besser. Am Sonnabend beim Wettbewerb in Berßel konnten die sieben Teammitglieder ihre Leistung abrufen und wurden zweite.

Neuhaus informierte, dass beide Feuerwehren auch sonst gemeinsame Dienstabende veranstalten. Die Osterwiecker Stadtwehrleitung wird das freuen, denn nur durch eine enge Zusammenarbeit der Wehren kann heute noch die Einsatzbereitschaft aufrecht erhalten werden.

Das zeigte indirekt auch dieser Löschangriff-Wettbewerb. Nur sechs Erwachsenen-Mannschaften waren dazu angetreten. Pokalverteidiger Osterwieck bekam kein siebenköpfiges Team zusammen, auch nicht die großen Feuerwehren Dardesheim, Hessen oder Zilly. Ein ungünstiger Zeitpunkt, war oft als Entschuldigung zu hören. Konzerte, Feste, Arbeit, dazu ein Orientierungsmarsch des Feuerwehr-Landesverbandes in Abbenrode - es war viel los an diesem Wettkampfwochenende.

Auch beim Deersheimer Pokalsieger wusste man lange nicht, wie die tatsächliche Formation am Sonnabend aussehen würde. Trainiert wurde, aber in stetig wechselnder Besetzung, berichtete Wehrleiter Hans Radtke. Letztendlich musste sogar Ingolf Meerbote "reaktiviert" werden, der vor 15 Jahren zuletzt in einer Mannschaft stand. So war es wohl die Erfahrung der früher schon in Aue-Fallstein erfolgreichen Deersheimer, die den Ausschlag gab. "Für uns zählt der olympische Gedanke", hob dennoch Radtke hervor.

Bei den Jugendlichen waren es immerhin acht Mannschaften, die antraten. Hier konnten die Osterwiecker ihren Pokal verteidigen. Sie hatten sogar zwei Teams gestellt.

"Wir können zufrieden sein", sagte Wehrleiter Kai Schade von der gastgebenden Berßeler Feuerwehr. Auch mehrere Zuschauer hatten sich auf dem Sportplatz eingefunden. "Berßel hat den Wettkampf toll ausgerichtet", bestätigte Vizestadtwehrleiter Klaus-Dieter Böhnstedt.

Dem Berßeler Fußballrasen dürfte das viele Wasser des Tages auch gut getan haben. In zwei Jahren ist der nächste Löschangriff-Wettbewerb um die Pokale der Bürgermeisterin geplant.

   

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