Von schlechtem Wetter lassen sich die Schützen aus Eilenstedt nicht abhalten, ihr Schützenfest zu feiern und ihr Protokoll durchzuziehen. "Schützenhilfe" erhalten sie dabei von befreundeten Schützenvereinen.

Eilenstedt l Andreas Büchner hat heute noch zu tun. Er wird eine Scheibe an seine Hauswand nageln. Dort hängen schon zwei, bereits das dritte Mal hintereinander hat er sich den Titel des Volksschützenkönigs geholt. Auch für weitere Scheiben habe er noch genügend Platz, sagte er lachend.

25 Schützen hatten sich am Volkskönigsschießen beteiligt, erzählt Robert Stadler, der Vorsitzende des Schützenvereins Eilenstedt. Ermittelt wurde dabei neben dem bereits erwähnten Volkskönig auch die Volkskönigin, das ist Karin Kaschel geworden. Margot Schröder vom Schützenverein ist die Königin bei den Profis, und Schützenkönig wurde Andreas Schuster. Der kann leider nicht bei der Proklamation dabei sein. Wie seine Frau Heiklinde erzählt, sei er krank und müsse das Bett hüten. So nimmt seine Frau stellvertretend Blumen und Scheibe entgegen und später die Genesungswünsche der gesamten Gesellschaft mit nach Hause.

Traditionell treffen sich die Schützen und marschieren mit Musik durch ihren Ort, um die Majestäten abzuholen. Immer dabei ist der Spielmannszug aus Timmenrode. Auch Abordnungen befreundeter Schützenvereine sind gekommen. Robert Stadler zählt auf: "Wir können Schützenbrüder aus Schwanebeck, Sargstedt, Emersleben, Dedeleben, Aspenstedt, Dingelstedt, Anderbeck und Schlanstedt begrüßen." Mit dabei sind aus Eilenstedt der Männergesangsverein, der Faschingsverein, der Sportverein und die Feuerwehr.

"Auch wenn das Wetter wenig einladend ist, wir ziehen das jetzt durch", waren sich die Anwesenden einig, trotzten dem Regen und marschierten mit musikalischer Begleitung bis ins trockene Festzelt, wo ein zünftiger Frühschoppen auf die Schützen wartete.

Bereits am Vortag war der Nachwuchs gekürt worden. Pusterohrkönigin wurde Lea Rabsilber mit 89 Punkten vor ihrer Schwester Josefin Rabsilber und Alexandra Jung.

 

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