Bürger aus Harsleben haben vor Kurzem einen Förderverein für die Kindertagesstätte "Knirpsenkiste" ins Leben gerufen. Zur Vorsitzenden wurde Christel Bischoff gewählt.

Harsleben l Das Interesse an der Entwicklung der Kinder ist in Harsleben riesengroß. Bei der Gründung des neuen Fördervereins für die örtliche Kindertagesstätte (Kita) waren 38 Bürger anwesend - 35 von ihnen gaben noch am selben Abend einen Antrag auf Mitgliedschaft ab. "Uns liegt das Wohl der Kinder am Herzen", erklärt Sandy Nebe, die Leiterin der Kita, die künftig im Vorstand aktiv ist. "Das Ziel des neuen Vereins ist es, für die bestmögliche Entwicklung der Kleinen zu sorgen." Inzwischen gibt es sogar schon 40 Mitglieder. Darauf können die Harslebener stolz sein. Die Eltern und Unterstützer meinen es also absolut ernst.

Sponsorengelder sinnvoll verwenden

"Die Idee, einen Förderverein zu gründen, hatte die Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Ute Pesselt", erläutert die Kita-Leiterin. "Wir haben jetzt die Voraussetzungen geschaffen, um Sponsorengelder für den Neubau erhalten und sinnvoll verwenden zu können." Die Harslebener haben sich schon Gedanken gemacht, wie die finanziellen Mittel anzulegen sind. Der Hintergrund ist, dass die bereitgestellten Gelder von der Verbandsgemeinde insgesamt nicht ausreichen, um auch die Außenanlagen zu gestalten. Sponsorengelder sind also dringend notwendig.

"Es gibt schon erste Unterstützer, die uns Mittel zugesagt haben", schildert Sandy Nebe die Situation. "Das ist erfreulich. Zur Umsetzung unserer Ideen benötigen wir aber noch mehr Geld." Sie beschreibt das Projekt, welches den Mitgliedern des Fördervereins vorschwebt. Im neuen Gebäude soll rechts der Krippenbereich entstehen, links findet sich der Kindergarten. So wird auch der Außenbereich aufgebaut sein. "Das heißt, dass hier an das jeweilige Alter angepasste Bereiche entstehen sollen", sagt die Leiterin. "Sandkästen haben sich bewährt und sollten zu einer Grundausstattung gehören." Gute Erfahrungen haben die Erzieher auch mit einem Trampolin gemacht. Dieses sollte möglichst ebenerdig aufgebaut werden, damit die Kinder einen besseren Zugang erhalten. Auch die Spielgeräte sollten an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst sein.

Die Vereinsmitglieder haben viele gute Ideen

Die Vereinsmitglieder können sich eine Matschanlage oder ein Abenteuerspielplatz vorstellen. "Eine Netzschaukel wäre ebenfalls eine tolle Sache. Damit könnten wir die Abenteuerlust der Kinder wecken." Es gehe darum, die Neugier der Mädchen und Jungen zu wecken. Ein kleiner Hügel sei ebenfalls wünschenswert. "Es sieht nicht nur drollig aus, wenn die Kinder darauf herumtollen", setzt die Leiterin hinzu. "Solche Spiele haben den positiven Nebeneffekt, dass sich die Kleinen einfach einmal ausprobieren können. Das ist für ihre weitere Entwicklung von Vorteil."

Über die Umsetzung der Ideen entscheiden natürlich die eingenommenen Sponsorengelder. Die Mitglieder des Vereins sind jedoch sehr engagiert. "Das habe ich schon bei der Vorbereitung der Gründungsversammlung bemerkt", berichtet Sandy Nebe. "Die Unterstützung für das Vorhaben ist einfach sehr groß. Da wurden Flyer erstellt und dann auch ausgetragen. Der Raum in der örtlichen Mehrzweckhalle wurde entsprechend vorbereitet. Die Hilfe, die wir schon im Vorfeld bekommen haben, ist nicht hoch genug zu bewerten."

Die Mitglieder wollen alle an einem Strang ziehen. So ist auch Bürgermeister Holger Bauermeister (CDU) von der Sache überzeugt. Die CDU-Fraktion des Gemeinderates unterstützt das Vorhaben aktiv, die Pächtergemeinschaft der Jäger bringt sich ebenfalls ein. "Weitere Einzelpersonen und auch Vertreter des Rates gehören dem Förderverein an", erläutert Sandy Nebe. "Unser Ziel ist es aber, noch mehr Mitglieder zu gewinnen. Gern würden wir mehr Eltern im Verein begrüßen." Lobend erwähnt sie das Elternkuratorium der Kita, das eine gute Vorarbeit zur Gründung geleistet habe.

Von der Verbandsgemeinde Vorharz ist inzwischen ein sogenanntes Verwahrkonto eingerichtet worden. Spendengelder können hier unter dem Verwendungszweck "Kita Knirpsenkiste" eingezahlt werden. Unterstützer oder interessierte Bürger können sich telefonisch bei der Leiterin melden.

Infos unter Telefon (0 39 41) 60 32 33

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