Die Veltheimer Johanneskirche sah die achte Hubertusmesse des evangelischen Kirchspiels Veltheim und der Hegegemeinschaft Fallstein.

Veltheim l "Der Wald nimmt Abschied vom Sommer", leitete Pfarrer Stephan Werther diese Messe ein. Dabei dankte er der Jagdhornbläsergruppe Huy unter Leitung von Frank Kettner, die seit acht Jahren diese stets gut besuchte Veranstaltung mit passenden Klängen umrahme. Bevor die Bläser nach dem Gottesdienst draußen spielten, brachten sie in der Kirche zum Beispiel den Hubertusmarsch, "Wie lieblich es schallt" und "Jagd aus" zu Gehör.

In diesem Herbst zum ersten Mal bei der Hubertusmesse dabei waren die Mitglieder des Männergesangvereins "Concordia" Veltheim mit ihrem Dirigenten Werner Gebbert. Sie sangen in der festlich geschmückten Kirche unter anderem "Auf, auf zum fröhlichen Jagen".

Für Stephan Werther sei "nicht sinnloses Töten, sondern waidgerechtes Jagen" wichtig. Er ging auch auf die Problematik des "Wolfes in freier Wildbahn" in deutschen Landesteilen ein.

Jagdpächterobmann Mirco Blume erklärte im Gespräch: "Waschbären nehmen im Großen Fallstein stark zu, die Zahl der Wildschweine ist drastisch zurückgegangen." Vom Dachs blieben etwa 40 Tiere auf der Strecke. "Viele werden auf der Straße getötet", ergänzte Blume. Nach seinen Worten soll es die Wildkatze im Großen Fallstein geben, die auch Stephan Werther im Wald vor seinem Heimatort gesehen haben will. Diese Frage interessierte in letzter Zeit immer wieder Bewohner aus der Umgebung.

Jagdpächter Heinz Mühlenkamp aus Rohrsheim erklärte: "Die Nachhaltigkeit der Forstwirtschaft ist gesichert. Es darf immer nur eine bestimmte Menge Holz entnommen werden." Wichtig sei nach seinen Worten auch "totes Holz im Wald", in dem Höhlenbrüter wohnen können. Er bestätigte, dass seit wenigen Jahren Silberreiher ins Große Bruch kommen.

Auf dem Kirchplatz wurden nach dem Gottesdienst bei Gulasch und Gegrilltem noch viele Gespräche geführt. Vor der Veranstaltung waren dort Zelte aufgebaut worden. Die Helfer, die zum Gelingen des Abends beitrugen, kamen aus allen örtlichen Vereinen.

 

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