Halberstadt (sc) l Mehr als vier Jahre Arbeit liegen hinter Kristine Paul. Die bündnisgrüne Stadträtin hatte damals gemeinsam mit ihrem Parteifreund Ulrich Karl Engel die Idee entwickelt, einen Denkort zu schaffen, an dem in Halberstadt an die Ereignisse der friedlichen Revolution im Herbst 1989 erinnert wird. Kristine Paul stellte einen Antrag im Stadtrat, der einstimmig beschlossen wurde. Damit wurde die Initiativgruppe gegründet, die sich fortan um das ehrgeizige Projekt kümmern sollte. Parteien und Fraktionen benannten Vertreter, die mehr oder weniger kontinuierlich an der Umsetzung der Idee arbeiteten.

"Die Initiativgruppe war eine offizielle Arbeitsgruppe des Stadtrates. Die gesamte Zeit über aktiv unterstützt haben mich Anette Leppinger, Klaus Linzer und Monika Hinz. Später kam dann noch Ute Schiborra hinzu", sagt Kristine Paul. Es wurde diskutiert, ein Kunst-Wettbewerb organisiert. Gewonnen hatte den Katharina Hinz, ihre Idee ist inzwischen handfeste Wirklichkeit. Die neun Meter hohe Stele ist bereits an der Westseite der Martinikirche aufgebaut.

"Bei den Baufragen, den Kontakten zu den Firmen unterstützte uns Rainer Schöne sehr. Auch Günter Maeß hat uns sehr geholfen, vor allem bei den Bauzeichnungen", berichtet die Initiatorin.

Nun steht die offizielle Enthüllung des Denkortes Martini bevor. Am Sonnabend, dem 25. Oktober, gibt es dazu um 14 Uhr eine Festveranstaltung in der Martinikirche. Die Festrede wird der bekannte Bürgerrechtler und Mitbegründer des Neuen Forums in Berlin, Jens Reich, halten. Nach Reden, Musik, Gedichtvortrag und Grußworten geht es dann nach draußen, um an der Stele die bislang noch fehlenden Informationstafeln zu enthüllen.