Quedlinburg/Halberstadt l Die Entscheidung ist gefallen. Die Theaterfördervereine Halberstadt und Quedlinburg haben die Theaterpreise 2014 vergeben. Die Schauspielerin Julia Siebenschuh ist als beste Darstellerin mit dem Theaterpreis ausgezeichnet worden. Das Ballett "Giselle" hat den Preis für die beste Inszenierung erhalten.

"Es ist unglaublich, was die Frau auf die Bühne bringt."

Ernst-Ulrich Jürgens, Vorsitzender des Theaterfördervereins Quedlinburg

Im Rahmen des 2. Sinfoniekonzertes am Sonnabendabend im Großen Haus Quedlinburg des Nordharzer Städtebundtheaters sind die mit jeweils 1000 Euro dotierten Auszeichnungen für herausragende künstlerische Leistungen zum achten Mal seit 2007 vergeben worden.

"Die Entscheidung ist diesmal einfach gewesen, in der Jury gab es keine Diskussion. Julia Siebenschuh bereichert seit 2009 mit ihrer Begabung das Theater und brillierte bisher in 30 Rollen. Es ist unglaublich, was die Frau auf die Bühne bringt," unterstrich Ernst-Ulrich Jürgens, Vorsitzender des Theaterfördervereins Quedlinburg, in seiner kurzen Laudatio.

"Ich bin überwältigt und kann es nicht fassen", sagte Julia Siebenschuh. Freud und Leid würden dicht beisammen liegen, so die Preisträgerin. Sie erinnerte mit bewegenden Worten an ihren kürzlich verstorbenen Kollegen Ingo Wasikowski. "Es ist mir eine Ehre, mit ihm auf der Bühne gestanden zu haben." Julia Siebenschuh betonte, dass es unabdingbar ist, dass es in der Region das Nordharzer Städtebundtheater gibt. "Ich freue mich, dabei zu sein."

"Anna Vila und Jaume Bonnin schufen mit Unterstützung von Gabriela Gilardi mit der Inszenierung `Giselle` einen Ballettabend der Superlative", sagte Klaus Rupprich, Vorsitzender des Theaterfördervereins Halberstadt, in seiner Laudatio für den Theaterpreis 2014. "Die Einheit von Melodik, Ausstattung und Tanz ließ das Publikum zu einem genussvollen Ballettereignis kommen, das lange in Erinnerung bleibt", betonte Klaus Rupprich. Ausdrücklich lobte er das Orchester, "das scheinbar mittanzte und sich ganz in die Ballettwelt einfügte".

Intendant Johannes Rieger bedankte sich beim treuen Publikum, das dem Theater die Treue hält und bei den Mitgliedern der beiden Theaterfördervereine für ihr "bürgerschaftliches Engagement", ohne das es den Theaterpreis nicht geben würde.

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