Einen großen Besucherandrang hat die Grundschule in Hedersleben zu ihrem Weihnachtsmarkt erlebt. Dabei kam erstmals der neue Unterstand zum Einsatz, für dessen Bau sich die Mitglieder des Fördervereins der Schule eingesetzt hatten.

Hedersleben l Zum Weihnachtsmarkt hat der Vorstand des Schulfördervereins in Hedersleben mit vielen Helfern einen Unterstand mit einem Grillbereich errichtet, der viele Besucher anlockte. Insgesamt rund 6500 Euro hat das Vorhaben gekostet. Die Hälfte zahlte der Stiftung der Kreissparkasse Quedlinburg.

"Wir haben hier bereits einen Sinnesgarten und wollen mit dem Freiluftklassenzimmer für unsere Kinder die Nutzungsmöglichkeiten erweitern", berichtete Janet Breuer, 1. Vorsitzende des Vereins. Nicht nur der Unterricht an der frischen Luft soll damit ermöglicht werden. "Auch in den Pausen wird der überdachte Platz schon jetzt eifrig genutzt", sagt sie erfreut.

"Der Einsatz der Stiftungserlöse für die Region liegt uns am Herzen", betonte Stiftungsratsmitglied Viola Grotheer. Auch Landtagsabgeordnete Monika Hohmann, Sprecherin für Kinder-, Jugend- und Familienpolitik der Fraktion der Linken, kam mit einem Spendenscheck.

Auf einer Tafel waren viele weitere Namen von Sponsoren aufgelistet. Aufgebaut wurde die Überdachung von der Quedlinburger Firma Machemehl. Die Schule erwartet bis zum Frühjahr noch weitere Unterstützung. So wollen Beschäftigte der Arbeitsförderungsgesellschaft Harz mbH (AFG) Elbingerode noch Spielelemente anfertigen. Tische und Bänke sollen die bessere Nutzung des Raumes ermöglichen.

Zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes begrüßte Schulleiter Gerd Winkler die Kinder mit ihren Eltern und Großeltern und bedankte sich für die Unterstützung durch den Förderverein und die Eltern. Die einzelnen Klassen hatten bunte, vorweihnachtliche Programme mit Liedern und Gedichten vorbereitet. "Die vorgetragenen Titel wollen wir auf einer Weihnachts-CD zusammenfassen und anbieten", kündigte er an.

Auf dem Schulhof und in einigen Klassenräumen wurden zu dem Treffen Getränke und Speisen angeboten. Rena Jüngst betreute mit ihren Lehrer-Kolleginnen und einigen Mütter fleißig die Waffeleisen. "Ohne unsere Eltern wäre solch eine Aktion nicht möglich", betonte sie. Der Markt werde nun schon zum dritten Mal durchgeführt.

Andere Mütter halfen am großen Kuchenbüffet, das zahlreiche Eltern bestückt hatten. Dazu waren Kaffee und Glühwein gefragt. Während die Klasse 1b das Programm unter anderem mit dem Lied von der Weihnachtsbäckerei startete, kümmerten sich die Kameraden der Jugendfeuerwehr Hausneindorf um die stimmungsvollen Feuerschalen.

Zu den Festbesuchern gehörte Jürgen Werner, der bis zum Sommer hier Schulleiter war und auf insgesamt 46 Berufsjahre an der Schule in Hedersleben zurückblicken kann. "Kinder sind der Schlüssel für den Wohlstand des Staates", sagte er. Nach seiner Einschätzung werde in Deutschland der Grundschulbereich vernachlässigt. "Wir brauchen aber ein stabiles Fundament". Das sei in Hedersleben dank eines stabilen Pädagogenteams gelungen. Generell hätten die Lehrer heute aber zu viel Stress und könnten die Kinder nicht so motivieren, wie es offensichtlich zum Beispiel in Skandinavien gelinge.