Wegeleben l Der Mitorganisator des vorweihnachtlichen Festes in Wegeleben, Ulrich Strümpel, machte schon am Sonnabend ein zufriedenes Gesicht. "Auch in diesem Jahr hat der Markt seine Wirkung auf die Gäste nicht verfehlt", schätzte er im Gespräch mit der Volksstimme ein. "Es ist schön zu sehen, dass alle beteiligten Vereine und Firmen sich einbringen. Das hat zum Gelingen unseres Festes beigetragen." Er verwies auf den Stand des Kultur- und Heimatvereins, an dem Klaus Fuhrmann und weitere Mitglieder des Vereins Holzspielzeuge mit sichtlich begeisterten Kindern herstellen. "Dieser Stand ist sicherlich eine der Hauptattraktion für unsere jungen Besucher", setzte er hinzu.

Auch das Bastelzimmer, in dem die Stadt-Jugendbetreuerin Bettina Wloch mit den Kinder kleine Weihnachtsüberraschungen fertigte, war gut besucht. Gleich nebenan staunten vornehmlich die technikbegeisterten Väter über die schnaufenden Züge der Eisenbahn-Modellfreunde. Auf dem Hof am Markt waren die jungen Besucher außerdem mit Enthusiasmus beim Plätzchenbacken dabei, das die Bäckerei Seidenstücker hier in jedem Jahr kostenfrei anbietet. Die Erwachsenen ließen sich gleich nebenan Wiener Würstchen und Ziegenwürste schmecken und lauschten den Klängen der Drehorgel. Diese wurde von Bürgermeister Hans-Jürgen Zimmer (CDU) bedient, der einen wahren Marathon hinlegte und sich über die zahlreichen Zuhörer freute.

Wildschweinbraten wird "unters Volk gebracht"

Auf dem Marktplatz herrschte an den zahlreichen Ständen rund um die Uhr ein Gedränge. Der Wildschweinbraten der Jäger wurde nahezu restlos an die Besucher vergeben. "Die Standbetreiber waren mit dem Zuspruch ebenfalls sehr zufrieden", berichtete der Bürgermeister. "Das habe ich aus den Gesprächen mit ihnen erfahren. Schon bei der Eröffnung am Freitag war eine Menge auf dem Marktplatz los." Auf der Bühne machten die Schulkinder und die Musikschule Fröhlich den Anfang. Auch der Wegelebener Frauenchor und die Wigo-Sänger sorgten für die musikalische Unterhaltung. Am Sonntag traten hier unter anderem das Halberstädter Jugendblasorchester, die Kapelle MTU und der Posaunenchor Wegeleben auf.

Einen denkwürdigen Auftritt legte zudem der Wegelebener Jens Neborowski hin, der anlässlich seines 30. Geburtstages die Rathaustreppe fegen musste. "Das war eine spaßige Sache", sagte Zimmer schmunzelnd. "Die Festbesucher haben reichlich Beifall für die Aktion gespendet."

 

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