Beim Adventsmarkt in Schwanebeck haben die CDU-Ortsgruppe ihr Bürgermeister-Kandidat Benno Liebner eine Sammlung für die Sanierungsarbeiten der Turmhaube der Petrikirche initiiert. Innerhalb kürzester Zeit kamen dabei 400 Euro zusammen.

Schwanebeck l Der gut besuchte Adventsmarkt auf dem Gelände der Fleischerei Bendler in Schwanebeck brachte Lutz Gnade, den Vorsitzenden der CDU-Ortsgruppe spontan auf die Idee, hier eine Spendensammlung zu initiieren. "Erst kürzlich hat die Kirchengemeinde in der Volksstimme die Bürger um finanzielle Hilfe bei den Sanierungsarbeiten der Kirchturmhaube gebeten", äußerte sich Gnade. "Die Petrikirche ist ein Wahrzeichen der Stadt und ihr Erhalt ist wohl allen Bewohnern von Schwanebeck wichtig." Kurzentschlossen nahm er sich eine Spendenbüchse und mischte sich - gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten der Union, Benno Liebner - unter das Volk.

Liebners Einsatz entpuppte sich als Glücksgriff. Die Spendenfreudigkeit der Marktbesucher, die vor allem aus Schwanebeck, Oschersleben sowie Halberstadt und Groß Quenstedt gekommen waren, war enorm. "In kurzer Zeit hatten wir 400 Euro gesammelt", bestätigte Liebner. "Das kann sich sehen lassen." Im gleichen Atemzug verriet er sein Geheimnis. "Es waren wirklich sehr viele Leute anwesend, die einst bei mir ihre Führerscheinausbildung absolviert haben", so der seit fast 25 Jahren aktive Fahrlehrer schmunzelnd.

Das gesammelte Geld wurde von der CDU-Ortsgruppe und Benno Liebner während des Gottesdienstes am zweiten Adventssonntag in der Oberpfarre an Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde überreicht. Die Überraschung war bei Annemarie Könnecke (Mitglied des Gemeindekirchenrates), Stefanie Jäger (Pastorin im Ruhestand) und Erna Rech (stellvertretende Vorsitzende des Kirchspiels) riesengroß.

"Das ist einmal eine gelungene Aktion", sagte Erna Rech. "Wir sind den Spendern sehr dankbar. Erstaunlich ist für uns auch, dass viele Auswärtige zu einer Geldspende bereit waren." Gleich darauf ging sie auf die notwendigen Sanierungsarbeiten ein. Die Arbeiten beinhalten einen recht großen Aufwand, da die Deckenbalken des Turmes komplett ausgewechselt werden müssen. "Das ist im Jahr 1991, bei der letzten Sanierung, nicht erfolgt", erklärte sie weiter. "Sicher sind auch bei der derzeit neben der Kirche aufgestellten Turmhaube einige Holzteile auszuwechseln." Einen genauen Termin für den Beginn der Sanierung konnte sie jedoch noch nicht benennen. "Es wäre schön, wenn die Haube noch im kommenden Jahr an ihren angestammten Platz zurückkehren könnte", sagte Erna Rech. "Das Wahrzeichen der Stadt sieht doch im Augenblick etwas ungewohnt aus."

Für die Kirchgemeinde, bedeutet das Vorhaben, dass zunächst einmal ein sehr großer finanzieller Betrag für die Arbeitsleistungen bereitgestellt werden muss. Das sei eine Mammut-Aufgabe. "Wir von der CDU-Ortsgruppe wollen die Gemeinde weiterhin mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unterstützen", versicherte Lutz Gnade.