Der Kinderkarneval hat in Wegeleben eine lange Tradition. Der Nachwuchs des Karnevalclubs Wegeleben (KCW) hat die besondere Veranstaltung auch in diesem Jahr zu einem Erlebnis für Eltern und Kinder werden lassen.

Wegeleben l Feen, Prinzessinnen sowie Polizisten nahmen beim Kinderkarneval im Wegelebener Schützenhaus Platz neben Räubern, Feuerwehrmännern und Superhelden - selbst ein geflügeltes Einhorn fand sich in der ersten Reihe im Publikum. Wenn es um Karneval geht, sind die Wegelebener einfallsreich. Das trifft ganz besonders auf die Kinder zu.

Aufgeregt zappelnd und umherhüpfend, begrüßten die jungen Besucher den Einmarsch des Kinder-Elferrates in den Saal. Während das hohe Gremium auf der Bühne Platz nahm und das Prinzenpaar Josephine und Leon die Feierordnung verlasen, schauten schon einmal die ersten Feen und Feuerwehrmänner direkt vor der Bühne nach dem Rechten. Staunend sahen sie dem Marschtanz der Prinzengarde aus der Nähe zu und jauchzten vor Begeisterung. Bei der ersten "Rakete" waren die jungen Besucher wohl noch etwas befangen von den ersten Eindrücken, beim zweiten Mal wackelte der Saal, so laut wurde getrampelt und geschrien.

Die Wigosänger konnten noch relativ unbedrängt in den Saal marschieren, die nachfolgenden Künstler und Tänzer hatten es da schon etwas schwerer. So manche Fee oder Prinzessin wollte die bunt gekleideten Karnevalisten ganz aus der Nähe sehen, wurde mit einem Lächeln sanft beiseite geschoben. Als die Sänger den Kinderchor auf die Bühne riefen, wurde es im Saal äußerst lebhaft. Die Kleinen trällerten und schunkelten kräftig mit. Zur Belohnung gab es nach dem Auftritt Geschenke aus den Händen der Prinzengarde. Auch der "Cupsong", vorgeführt von den Wigosternen kam bestens an.

Bürgermeister lobt die Arbeit der Karnevalisten

Das Publikum klatschte zum Klappern der Pappbecher mit. Wegelebens Bürgermeister Hans-Jürgen Zimmer (CDU), der im Elferrat der Erwachsenen sitzt, ließ sich von der guten Laune anstecken. "Es ist beachtlich, was unser Nachwuchs so auf die Beine gestellt hat", sagte er. "Wenn man die Begeisterung sieht, mit der alle dabei sind, dann macht es großen Spaß, den Vorführungen zuzuschauen." Besonders lobte er das Tanzpaar Eleni und Till - das noch eine Zugabe geben musste - sowie den Auftritt von Meister Eder und seinen Pumuckln. Auch hier war eine Zugabe fällig. "Die Kleinen kennen das schon", sagte Zimmer. "Bislang haben sie immer einen Extraauftritt hinlegen müssen. Der Tanz ist aber auch wirklich sehr putzig." Zimmer wies auf den Aufwand hin, den die Karnevalisten für die Sitzungen betreiben müssen. "Der Auftritt ist eine Sache", sagte er. "Die erhebliche Trainingsarbeit, die dahinter steckt, wird selten erwähnt."

   

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