Seit Herbst des letzten Jahres ist Brigitte Schattenberg als Gemeindepädagogin in den Kirchspielen Wegeleben und Gröningen tätig. Mittlerweile hat sie sich in ihre Aufgabe eingearbeitet und ist mit viel Freude und Einsatz bei der Sache.

Vorharz l Der Weg in den Harz war für die 53-jährige Brigitte Schattenberg seit spätestens zweieinhalb Jahren so gut wie vorbestimmt. Ihr Mann Hans-Christian ist seit diesem Zeitraum als Leiter eines Forstbetriebes in der Region tätig. Sie sind die Eltern von drei Söhnen und wohnen und arbeiten jetzt gemeinsam im Harz.

Brigitte Schattenberg war vorher 10 Jahre als Relegionspädagogin im Kirchenkreis Salzwedel tätig. Sie kennt sich bestens in ihrem Beruf aus und ist mit Spaß und Elan bei der Sache. Als Schulseelsorgerin mit der Lehrbefähigung für die Schule, ist sie außerdem an der Thomas-Müntzer-Schule in Wernigerode tätig. Die Kinder und der Umgang mit ihnen liegen ihr am Herzen. "Dabei geht es um ganz einfache Dinge, die in der heutigen Gesellschaft aber nicht mehr selbstverständlich sind", erklärt sie im Gespräch mit der Volksstimme. "Es geht oft in den Gesprächen mit den Kinder darum, Nächstenliebe und den Respekt voreinander zu erklären und dann auch anzuwenden."

Dabei besucht sie Hortgruppen und Grundschulen oder wird im Rahmen der Kinderkirche aktiv. "Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut meine Schützlinge das Angebot annehmen", sagt sie. "Kinder beschäftigen sich mit diesen Themen und haben unendlich viele Fragen. Diese drehen sich um den Glauben und die Bedeutung von kirchlichen Feiertagen."

Der Lehrer als Animateur

Brigitte Schattenberg ist es dabei nicht so wichtig, ob sich die jungen Einwohner des Harzes schon zu einer Konfession bekennen oder nicht. "In den Gesprächen kommen auch ganz normale Dinge des täglichen Lebens auf den Tisch", berichtet sie. "Dabei bin ich als Pädagogin gefragt. Diese Arbeit macht mir Spaß." Ihre Schützlinge nehmen ihr Angebot gern an. Das zeigte sich erst kürzlich bei den musikalischen Proben zum Musical über Martin Luther im Gemeindezentrum Großalsleben. Hier kümmerte sich die Pädagogin um die Kinder, bereitete die Veranstaltung vor und versorgte alle mit den notwendigen Materialien für das Stück. "Das gehört auch in meinen Aufgabenbereich", sagt sie. "Projekte mit auszuarbeiten und sie zu begleiten ist einfach sehr interessant. Oft gibt es neue Ideen, die uns alle begeistern." Die beiden Pfarrer Arnulf Kaus und Christian Plötner nahmen das mit Wohlwollen zur Kenntnis. So konnten sie sich um den musikalischen Teil kümmern, während die Pädagogin ihnen quasi den Rücken freihielt.

Die Kinderkirche findet Brigitte Schattenberg wichtig. "Sie hat ihren Platz in der Gemeinde verdient", unterstreicht sie. "Den Kindern stehen dabei alle Türen offen und die Unterstützung von Seiten der Eltern ist einfach großartig. Der Lehrer muss auch ein wenig Animateur werden, dann sind die Kleinen mit dem Herzen dabei."