Langenstein l Nach dem Erfolg im Dorfwettbewerb des Landkreises hatten sich die Langensteiner intensiv auf den Besuch der Bewertungskommission des Landes vorbereitet. Nach der Begrüßung am Schloss durch Ortsbürgermeister Jürgen Meenken (CDU), gemeinsam mit Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke (Linke) ging es mit Vertretern des Ortschaftsrates und vieler Vereine sowie Mitgliedern der Kreiskommission auf den Dorfrundgang.

Der begann jedoch beschwerlich mit einem Aufstieg zur Altenburg. Vom höchsten Punkt aus wollten die Langensteiner die Gäste von ihrem schönsten Dorf überzeugen. Dies gelang angesichts der regnerischen Witterung nicht ganz. Jürgen Meenken hatte aber extra "EU-Rettungsschirme" des langjährigen Europa-Abgeordneten Schnellhardt mitgebracht. Die kurzen Busfahrten zwischen den weiteren Besuchspunkten nutzten unter anderem Werner Fricke, Wolfram Mosel, Holger Werkmeister und Busfahrer Jochen Becker für weitere Erläuterungen zu Besonderheiten des Ortes.

Wolfgang Baake stellte den Sportverein mit seinen 230 Mitgliedern vor, Lutz Knigge die Erfolge des 260 Mitglieder starken Sommerbad-Vereins. Allein 100 Gewerbeanmeldungen gibt es im Ort. 100 neue Häuser entstanden. Am Park sind gegenwärtig 32 altersgerechte Wohnungen im Bau. Dorftypisches Pflaster und rote Dächer wurden erhalten.

Nach dem Kurzbesuch in den Höhlenwohnungen folgte mit der Festscheune das jüngste Glanzstück der Ehrenamtsarbeit. Neben 100 000 Euro Geldspenden flossen 300 000 Euro in Form von Eigenleistungen ein. 50 Veranstaltungen sind bereits absolviert. Bei der abschließenden Fotopräsentation stellte Hanka Rosenkranz die Arbeit des Fördervereins der Gedenkstätte vor.

Die Jury bewertet bauliche Entwicklung, soziale und kulturelle Aktivitäten, Entwicklungskonzepte und Grüngestaltung. Ob Langenstein überzeugen kann, zeigt sich am 29. August in Diesdorf bei der Bekanntgabe der Teilnehmer am Bundeswettbewerb und der Auszeichnung der Siegerorte. In zwei Stunden war es schwer, auf alles einzugehen, räumte Kommissionsvorsitzender Johannes Wesselmann vom Landwirtschaftsministerium ein. "Hier gibt es so viel ehrenamtliches Engagement", stellte er fest. "Langenstein hat auf jeden Fall Zukunft".