Thale (dpa/cm) | Das Wetter hat den Walpurgisfeiern im Harz einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn vom Regen wollten sich auch viele Hexen und Teufel nicht durchnässen lassen. "Die Besucherzahlen liegen weit unter denen der Vorjahre", sagte ein Sprecher der Polizei in Halberstadt am frühen Freitagmorgen.

Die Menschen im Harz stimmten sich bei zahlreichen Festen auf den Frühling ein. Nach Angaben des Harzer Tourismusverbandes wollten sich rund 20 Orte an dem Spektakel beteiligen. So warb die Stadt Thale mit der "mystischsten Nacht der Nächte" für die traditionsreichen Feiern. Schierke versprach drei Tage "voller Mystik und mittelalterlicher Klänge". Auf Schloss Wernigerode war ein mehrtägiges Ritterfest geplant. Der Goslarer Marktplatz sollte sich im wahrsten Sinne in einen Hexenkessel verwandeln.

Mit den Walpurgisfeiern wird traditionell der Winter ausgetrieben und der Frühling begrüßt. Zahlreiche Menschen verkleiden sich als Hexen oder Teufel. Die Tradition geht auf ein heidnisches Frühlingfest zurück. Später ließ die Kirche am 30. April den Geburtstag der heiligen Walburga feiern, der Schutzpatronin gegen Aberglauben und Geister.

Im vergangenen Jahr hatte die Polizei in Sachsen-Anhalt rund 26 000 Teilnehmer bei mehreren Feiern gezählt. Das größte Fest gab es mit 8000 Gästen auf dem Hexentanzplatz in Thale.