Die Ströbecker und ihre Gäste haben am 1. Mai das 120-jährige Bestehen ihrer freiwilligen Feuerwehr und die Einweihung des neuen Gerätehauses gefeiert.

Schachdorf Ströbeck l Lange habe man nicht gewusst, wann die Ströbecker Feuerwehr eigentlich gegründet worden ist, sagte Ortswehrleiter Christian Behrens nach Ankunft des langen Festumzuges am neuen Gerätehaus. Bei Recherchen zu deren Geschichte sei das Datum kürzlich entdeckt worden: 29. Mai 1894. Jene Gründungsurkunde und viel anderes historisches Material vereint jetzt eine Chronik, die zum Fest erschien. Alle am Umzug beteiligten Wehren und die örtlichen Vereine bekamen neben Schleifen für ihre Fahnen auch je ein Exemplar der 50-seitigen Chronik überreicht.

Behrens nutzte den Festtag, um seinen rund 20 Kameraden für deren freiwilligen Dienst und die Einsatzbereitschaft zu danken. Egal, ob bei Einsätzen, Dienstabenden oder Übungsstunden - man könne sich stets auf sie verlassen. Auch beim Abriss des altes Fachwerkhauses, das für den Bau des neuen Gerätehauses weichen musste, hätten sie zugepackt, um Kosten zu sparen. "Gebäude, Fahrzeuge und Technik sind wichtige Voraussetzungen für unsere Arbeit", sagte der Ortswehrleiter, "doch ihr seid es, die unsere Wehr ausmachen". Nur durch qualitativ sehr gut ausgebildete, motivierte und einsatzbereite Kameraden könne man den heutigen Anforderungen gerecht werden. "Wir haben inzwischen unseren Platz in der Halberstädter Feuerwehr gefunden", betonte Behrens. "Wenn wir gebraucht werden, sind wir da. Wenn wir Hilfe benötigen, können wir uns auf die anderen verlassen."

"Ihr schützt alles, was uns lieb und teuer ist", unterstrich Ortsbürgermeister Jens Müller (SPD). Er dankte für die Unterstützung beim Neubau. "Toll, was wir gemeinsam geschaffen haben." Landrat Martin Skiebe (CDU) betonte, dass Ehrenamtlichkeit nichts Selbstverständliches, sondern etwas Anerkennenswertes sei und überreichte eine Ehrenurkunde sowie 100 Euro. Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke (Die Linke) nannte die Ströbecker Ortswehr "eine stabile und zuverlässige Größe in der Halberstädter Wehr".

   

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