Halberstadt (sc) l Die Idee reifte fast anderthalb Jahre, nun ist sie Wirklichkeit geworden. Das Tagesförderzentrum des Cecilienstiftes verfügt über eine kleine Holzwerkstatt. Dank der Unterstützung der Glücksspirale, wie Holger Thiele sagte. "Ohne die 5000 Euro von dieser Lotterie hätten wir den Raum nicht so rasch herrichten und ausstatten können", sagte der Vorstand des Cecilienstiftes während der Eröffnung des Quassel-Holz-Schuppens. Möglich wurde die Zahlung, weil der Dachverband der Diakonie Mitteldeutschlands das Vorhaben in Halberstadt positiv bewertet habe.

Ina Klamroth äußerte ebenfalls alle guten Wünsche an das Seniorenteam, das künftig die kleine Werkstatt nutzen kann. Denn dass es den Quassel-Holz-Schuppen gibt, sei den Vorschlägen der behinderten Senioren zu verdanken, sagte die Bereichsleiterin Behindertenhilfe. "Sie waren etwas ängstlich, was nach dem Renteneintritt kommt", berichtete Klamroth. Bislang waren sie jeden Tag produktiv in den Diakonie-Werkstätten tätig, und nun im Ruhestand sollte Schluss damit sein? Das Basteln, Kleben und Häkeln, Stricken, das bislang angeboten wurde, reichten den Senioren nicht. Da sie in den Werkstätten unter anderem mit Holz gearbeitet hatten, entstand die Idee zum Holz-Schuppen.

Auf die kreativen Ideen, die nun in der Holzwerkstatt verwirklicht werden können, freut sich neben den Senioren, die oft jeden Tag ins Förderzentrum kommen, auch ihre Gruppenbetreuerin Kathleen Deicke.

An Ideen mangelt es dem Mitarbeiterteam ohnehin nicht, wie von Kristin Auerbach, der Leiterin des Tagesförderzentrums, zu erfahren war. So wird es demnächst einen "Schredder-Dienst" geben, der die Papierschnipsel geschredderter Unterlagen nutzt, um neues, handgeschöpftes Papier herzustellen.