Aus bislang unbekannten Gründen ist am Montag eine rund 3000 Quadratmeter große Lagerhalle einer Gerüstbaufirma in Elbingerode in Brand geraten. Acht Feuerwehren mit mehr als 110 Einsatzkräften konnten nicht verhindern, dass die Halle komplett niederbrannte.

Elbingerode l Beißender Geruch liegt in der Luft, riesige dunkle Rauchschwaden ziehen auf: Großbrand in Elbingerode, die halbe Stadt ist auf den Beinen. Die Leitstelle löst Großalarm aus, acht Ortsfeuerwehren eilen heran, um gegen das flammende Inferno zu kämpfen.

Es ist 16.30 Uhr, als die Sirenen heulen, eine rund 3000 Quadratmeter große Lagerhalle eines Elbingeröder Gerüstbaubetriebes am Birkenwäldchen steht plötzlich lichterloh in Flammen. Zwar haben Mitarbeiter der Firma nach eigenen Worten das Feuer gegen 16.23 Uhr selbst bemerkt und sofort den Notruf abgesetzt, doch gegen das schnelle Ausbreiten der Flammen sind sie machtlos. Da in der Halle nach Angaben des Besitzers neben Holzsegmenten für Gerüste auch Maschinen und Anlagen sowie Fahrzeuge untergestellt sind, breiten sich die Flammen rasend schnell aus.

Der Firmeninhaber unternimmt Rettungsversuche und rückt noch schnell Holzpaletten beiseite. Doch es ist zwecklos - wie aus dem Nichts steigen zwischen Holzstapeln erst Rauchschwaden auf, bevor sie in Windeseile Opfer der lodernden Flammen werden.

Während die ersten Feuerwehren eintreffen und mit den Löscharbeiten beginnen, ist hin und wieder ein lauter Knall zu hören. Vermutlich explodieren Behälter mit Flüssigkeiten oder Treibstoffe der eingestellten Fahrzeuge. Die Hitzeentwicklung ist so stark, dass sich die Blechverkleidung der Lagerhalle löst und Teile wie Lametta durch die Luft schweben.

Um ein Ausbreiten der Flammen und das Übergreifen auf andere Häuser und die nahe Eigenheimsiedlung zu verhindern, alarmiert die Leitstelle nach und nach acht Ortsfeuerwehren mit rund 110 Kameraden und 21 Fahrzeugen. Neben der Feuerwehr Elbingerode versuchen auch die Kameraden aus Benneckenstein, Elend, Hasselfelde, Königshütte, Neuwerk sowie Rübeland und Tanne zu retten, was zu retten ist.

Es ist am Ende nicht viel: "Es gelingt zwar", berichtet Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse, der selbst an den Unglücksort geeilt ist, "das Übergreifen auf andere Gebäude zu verhindern". Die riesige Lagerhalle - der Firmenchef spricht von 100 mal 30 Meter Größe - brennt jedoch komplett aus und bis auf die Grundmauern nieder.

Gegen 19 Uhr sind die hoch lodernden Flammen eingedämmt, nun beginnt für die Wehrleute das Nachlöschen. Mithilfe eines Radladers ziehen sie brennende Teile aus der Halle, um auf einer nahen Wiese alle Glutnester abzulöschen. Es wird ein Kampf, der sie noch Stunden bis tief in die Nacht hinein beschäftigen wird. Zum Glück gibt es nach ersten Informationen keine Verletzten.

Zur Sicherheit wird auch der Betrieb der nahen Rübelandbahn eingestellt, sagt Polizeisprecher Peter Wöde. Die Höhe des Schadens sei bislang nicht ansatzweise zu beziffern. Auch die Ursache des Infernos ist unklar. Mit Glück können die Brandermittler vielleicht heute vor Ort ihre Arbeit beginnen.