Halberstadt (je) l Totgesagte leben länger - das trifft auch für die sogenannte "Helmvariante" der Ortsumfahrung für Halberstadt zu. Bereits seit den 1990er Jahren ist die Verkehrstrasse in der Diskussion. Anfangs noch als direkter Anschluss Halberstadts an die B 6, die damals noch näher an Halberstadt vorbeiführen sollte. Allerdings hat man der Streckenführung wegen der enormen Kosten und des Ausbleibens der B6-Anbindung bislang wenig Chancen auf Umsetzung eingeräumt. Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt will das Vorhaben erneut beim Bund anmelden.

In den zurückliegenden Jahren ist die Variante B 81 in Richtung Harsleben zur B 79 stärker in den Fokus gerückt. Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt hat bestätigt, dass man sich mit der Westumfahrung Halberstadts (siehe Karte) weiter beschäftigt. Beide Ortsumfahrungen wurden unabhängig voneinander wieder zum Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet und werden hier im Rahmen des Bewertungsverfahrens gleichrangig betrachtet, informiert Peter Mennicke, Sprecher des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt.

"Das Vorhaben ist im gültigen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen im sogenannten `Weiteren Bedarf` enthalten. Der enthält Vorhaben, deren gesamtwirtschaftliche Vorteilhaftigkeit nachgewiesen ist, deren Investitionsvolumen aber den Finanzrahmen bis 2015 überschreiten", erklärt auf Volksstimme-Nachfrage Peter Mennicke. Weil der Bund das Geld noch nicht zur Verfügung gestellt hat, konnte die Planung für das Vorhaben noch nicht erfolgen. Immerhin soll der Bau der Verkehrstrasse etwa 42 Millionen Euro kosten.

Im Rahmen der laufenden Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans 2015 (BVWP 2015) und damit einhergehend des Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen habe das Land Sachsen-Anhalt dieses Vorhaben mit einer Länge von 10,7 Kilometern erneut beim Bund angemeldet.

Die Ortsumfahrung B 81 zur B 79 Harsleben (Karte gekennzeichnet) sei nie nur eine Alternative für die Helmvariante gewesen, so Peter Mennicke. Das Land verfolgt nach wie vor den Bau beider Ortsumgehungen. Wobei das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung Halberstadt (B81)-Harsleben (B 79) bereits im Dezember 2014 abgeschlossen wurde. Die Investitionen belaufen sich auf etwa 32,7 Millionen Euro. Wobei es derzeit nicht zum Bau kommt, weil mehrere Bürger Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss eingereicht haben (Volksstimme berichtete).