Das Tor zum Huy soll bald auch als solches zu erkennen sein. Das ausgediente Wartehäuschen auf der Wendeschleife am Röderhofer Teich soll verschönert und zum Infopunkt ausgebaut werden. Die Betreiber der Jagdhütte am Teich könnten sich noch viel mehr vorstellen.

Röderhof l Es könnte der idyllischste Platz der Welt sein. "Doch Idylle allein reicht leider nicht aus, dass die Gäste wiederkommen", sagt Cornelia Hesse, die gemeinsam mit ihrer Mutter Melanie Buchholz die Gaststätte "Jagdhütte" am Röderhofer Teich betreibt. Dass die Gäste vor allem Attraktionen für Kinder vermissen, erfahre sie täglich im Gespräch mit denjenigen, die sich bei ihr informieren.

Weil sich die "Jagdhütte" am direkten Weg zur Daneilshöhle befindet, könnte sich Cornelia Hesse sehr gut einen "Räuberspielplatz" vorstellen. Überhaupt müsse man viel mehr für die Familien anbieten. Auch für eine attraktivere Nutzung des Röderhofer Teiches hätte sie Ideen. Diese reichen von Ruderbooten bis zu einem begehbaren Steg, von dem aus die Natur beobachtet werden kann. "Nicht alle Gäste wollen wandern, für diese wäre eine parkähnliche Umgestaltung des Umfeldes mit einigen Bänken ideal", wünscht sich Cornelia Hesse. Mit der Begründung, dass der Teich jedoch dem Landkreis gehört und an den Anglerverband verpachtet ist, sei schon der Vorstoß der Dingelstedterin beim Landkreis für einen besser begehbaren Weg um den Teich bisher gescheitert.

Die Situation am Röderhofer Teich war bereits mehrfach Thema beim Förderverein "Zwischen Huy und Bruch". Auch Vereinsmitglied Bernd Blum fordert eine Verbesserung der Situation. "Die Bewohner des nahen Altenheimes würden gern hier spazierengehen, jedoch lassen das die schlechten Wege nicht zu."

Als ein erster Schritt soll nun mit der Umgestaltung des Wartehäuschens an der Wendeschleife begonnen werden. Conny Hesse ist davon überzeugt, dass die heruntergekommene Wartehalle ein idealer Platz sei, um die Gäste mit Informationen zu versorgen. Als Haltestelle habe das kleine Gebäude längst ausgedient. Malereien an den Innenwänden zeigen zwar einige Ansichten aus dem Huy, sind allerdings mittlerweile stark verwittert und schwer erkennbar.

Cornelia Hesse hat bereits mit dem Halberstädter Maler Klaus Kuhn Kontakt aufgenommen, der das Innere der Wartehalle ausmalen würde. Vorher müsse das Gelände um das kleine Gebäude jedoch beräumt werden. Der Bauhof der Gemeinde habe bereits zugesagt. Bürgermeister Thomas Krüger hat bestätigt, dass die Beräumung bereits eingeplant sei und zeitnah erfolgen wird. "Ein nächster Schritt wird dann das Säubern und Verputzen der Wände sein." Auch hier war Conny Hesse aktiv und hat von einem befreundeten Landwirt die Zusage zur Unterstützung.

Wichtig sei, dass die Besucher, die aus Richtung Halberstadt in den Huy kommen, sich an dieser Stelle bereits einen Überblick über Wandermöglichkeiten, Attraktionen, Öffnungszeiten, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten verschaffen können. Ein nächster Schritt muss dann die konkrete Gewinnung von Investoren für die Region sein, um sie attraktiver zu machen.

Ein Räuberspielplatz an der Daneils-Höhle ist als Projektidee im vorläufigen Aktionsplan für die neue Leader-Förderperiode der lokalen Aktionsgruppe "Rund um den Huy" als Beitrag zur Stärkung der touristischen Infrastruktur enthalten.