Halberstadt. Nach jahrzehntelangem Ringen begannen im vergangenen Jahr endlich die Umgestaltungsarbeiten am Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge. Dass man bei Veranstaltungen auf den Massengräbern "herumtrampelte", war für die Mitglieder des Fördervereins der Gedenkstätte schon lange ein unhaltbarer Zustand.

Lange wurde darum gerungen, wie der Platz so verändert werden kann, dass man die Grabstellen erkennt. Ein Platz für Trauer und Erinnerung soll entstehen, an dem auch endlich die Namen der dort verscharrten Opfer des einstigen Konzentrationslagers zu lesen sein sollen. Die dafür notwendigen Namenstafeln sind nicht ganz billig. Deshalb unterstützt der Förderverein die Bemühungen der Gedenkstättenstiftung mit einer Konzertreihe.

"Noten für Namen" sollen Menschen zu unterschiedlichsten Musikerlebnissen einladen und sie dazu bewegen, ein paar Bank-Noten für den Guss der Namenstafeln zu spenden. Wie von Hanka Rosenkranz, der Vorsitzenden des Fördervereins, zu erfahren war, werden bei den Konzerten Beispieltafeln zu sehen sein.

Den Auftakt der Reihe gestaltet am Freitag, dem 25. Februar, Tom Posur. Der bekannte Halberstädter Gitarrist und Sänger wird Blues-, Folk- und Spiritual-Songs aus den 1920er und 1930er Jahren präsentieren. Für sein Programm "This Train Is Bound For Glory" benutzt er Resonator-Gitarren, das sind Nachbauten der historischen Amistar-Gitarren. Das Konzert beginnt am 25. Februar um 19 Uhr in der Galerie am Kunsthof, Voigtei 48.