Harzregion (uba). Der Regionalverband Harz wird auch künftig seine rechtliche und organisatorische Selbständigkeit weitgehend behalten. Darüber informierte Dr. Klaus George, Leiter des Natur- und Geoparks beim Regionalverband. Damit seien die Pläne zu den Akten gelegt worden, den 1995 gegründeten Zusammenschluss von fünf Harzer Landkreisen mit dem Harzer Tourismus-Verband (HTV) zu verschmelzen. Der Zusammenschluss war ursprünglich vom Goslarer Landrat Stephan Mahnke angeregt worden, um die Tourismus-Aktivitäten der Region, die mit Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen drei Bundesländer berührt, besser zu bündeln und zu koordinieren.

"Wir haben als Träger des Natur- und des Geoparks andere Aufgaben als die des Tourismus-Marketing", erläuterte George. Diese Aufgaben, zum Beispiel die Natur- und Kulturlandschaften zu erhalten und zu pflegen, seien zudem gemeinnützig – im Gegensatz zur reinen touristischen Vermarktung der Harzregion, verdeutlichte er. Dazu komme die Kulturförderung im Einzugsgebiet. Der Verband verleiht alljährlich einen Kulturpreis (der 2011 an den Förderverein Schloss Hessen geht). Deshalb habe man sich entschlossen, den Verein, dem die fünf Landkreise Harz, Goslar, Mansfeld-Südharz, Osterode am Harz und Nordhausen angehören, in seiner Eigenständigkeit zu belassen. Es gebe aber inzwischen einen gemeinsamen Vorstand von HTV und Regionalverband und in der Person des Goslarer Landrats Mahnke auch einen gemeinsamen Vorsitzenden für beide Körperschaften. Carola Schmidt, Geschäftsführerin des HTV mit Dienstsitz in Goslar, ist nun auch für den Regionalverband mit seinem Büro in Quedlinburg zuständig, das mit vier Mitarbeitern besetzt ist.