Halberstadt/Langenstein/Böhnshausen. Drei Verletzte - darunter eine 28-jährige Frau, die mit schweren Verletzungen in die Universitätsklinik Halle geflogen werden musste - und zwei völlig zerstörte Fahrzeuge sind die Bilanz eines Unfalls, der sich am Sonnabend auf der B 81 am Abzweig Böhnshausen ereignet hat.

Nach Angaben eines Polizeisprechers befuhren die 28-jährige Autofahrerin aus Straßberg sowie ihre beiden 17-jährigen Mitfahrer gegen 8 Uhr mit einem Audi A 3 die Bundesstraße 81 von Heimburg kommend in Richtung Halberstadt. In Höhe des Kreuzungsbereichs nach Langenstein und Böhnshausen habe die 28-Jährige beabsichtigt, nach links in Richtung Böhnshausen abzubiegen.

Der nachfolgende 44-jährige Fahrzeugführer eines VW T 4 aus Halle überholte laut Polizei trotz Überholverbots und übersah obendrein die Abbiegeabsicht des vorausfahrenden Fahrzeuges. Im Kreuzungsbereich sei es zur Kollision der beiden Fahrzeuge gekommen, die daraufhin von der Fahrbahn abkamen und auf dem Acker stehen blieben. "Der T 4 stieß zuvor mit einer Straßenlaterne zusammen und riss diese aus ihrer Verankerung", so ein Beamter des Lagezentrums der Halberstädter Polizei.

Die Fahrerin des Audi wurde bei der Kollision in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und erlitt schwere Verletzungen. Ein Team der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), das zufällig vor Ort war, habe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Erstversorgung der Verletzten übernommen, berichtet der Langensteiner Wehrchef Sebastian Rindert. Die Frau, die bei der Kollision offenbar schwere Kopfverletzungen erlitten hatte, sei von den Kameraden der Feuerwehr Langenstein aus dem Fahrzeug befreit und nach der medizinischen Versorgung vor Ort mit einem Rettungshubschrauber ins Uniklinikum Halle geflogen worden. Ihre Mitfahrer wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus Halberstadt gebracht und laut Polizei nach ambulanter Behandlung entlassen.

Der Fahrer des VW T 4 blieb unverletzt.

An beiden Fahrzeugen entstand nach den Worten eines Polizeisprechers Totalschaden. Die B 81 musste für die Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die Aufnahme des Unfalls zwei Stunden gesperrt werden. Um die Unfallstelle umfassend zu dokumentieren, wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Neben Polizei, Rettungskräften sowie DLRG waren auch 15 Kameraden der Feuerwehr Langenstein mit drei Fahrzeugen vor Ort, berichtete Wehrleiter Rindert. Hinzu kamen vier Kameraden der hauptberuflichen Wachbereitschaft aus Halberstadt.

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