Die KoBa Jobcenter Landkreis Harz ist derzeit Gastgeber für zwölf Jugendliche aus dem französischen Belfort. Sie werden in den nächsten zwei Wochen Land und Leute kennenlernen. Zudem sollen sie gemeinsam mit ihren deutschen Alterskameraden im Tiergehege Westerhausen arbeiten.

Westerhausen/Thale (phb/im). Bei typisch deutscher Kost mit Boulette und Kartoffelsalat, gemischt mit dem französischen Flair von Baguette und Käsevariationen, stimmten sich jeweils zwölf Jugendliche aus dem französischen Belfort und dem Harzkreis auf die nächsten zwei Wochen ein.

Landrat Michael Ermrich begrüßte die Teilnehmer und deren Betreuer in der Thalenser Jugendherberge. Er wünschte ihnen erlebnisreiche Tage und wertvolle Erfahrungen.

Besuch in Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge

Die Jugendlichen werden im Rahmen des vom VHS-Bildungswerk Sachsen-Anhalt und der Epide de Belfort organisierten sowie von der KoBa Jobcenter Landkreis Harz geförderten Austauschs gemeinsam den Harz kennenlernen und zusammen in der Praxis tätig sein.

Stadtführungen in Quedlinburg und Halberstadt stehen dabei ebenso auf dem Plan wie Ausflüge zur Teufelsmauer und zum Hexentanzplatz. Besuche des Berufs-Informations-Zentrums der Agentur für Arbeit Halberstadt, des VHS-Bildungswerks Quedlinburg sowie der Produktionsschule STABIL Blankenburg sollen den Besuchern die deutsche Ausbildungs- und Arbeitswelt näher bringen. Im Tierpark Westerhausen dürfen die Teilnehmer selbst Hand anlegen. So soll beispielsweise das Ziegengehege einen neuen Kletterfelsen erhalten. Auch die Rehe und Strauße werden von der Partnerschaft profitieren.

Besonderen Wert haben die Organisatoren auch auf die Thematisierung einer dunklen Seite der gemeinsamen Geschichte gelegt. Beim Besuch der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge wird über die Inhaftierung französischer Zwangsarbeiter in der Region Halberstadt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs diskutiert.

Toleranz, Verständnis und Motivation fördern

Die persönliche Begegnung, das gemeinsame Wirken und das Kennenlernen des Gastlandes sollen Toleranz und Verständnis für den Anderen stärken. Zudem geht es darum, den Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf Selbstbewusstsein und Motivation zu geben.

Der Gegenbesuch der deutschen Teilnehmer ist für Oktober dieses Jahres vorgesehen.