Traditionell stellte der Haldensleber Silvesterkarpfenlauf auch 2013 wieder den Jahresausklang für alle Sportbegeisterten dar. Mit 374Teilnehmern gab es einen neuen Rekord.

Haldensleben l Mit einer solchen Teilnehmerzahl hatte Uwe Vester von der Laufgruppe "Roland" nicht gerechnet. "Zuerst verlief es ganz schleppend. Doch dann kamen immer mehr Läufer", freut er sich. Am Ende hieß es beim 38. Haldensleber Silvesterkarpfenlauf "Start frei!" für 304 Frauen und Männer sowie 70 Kinder - ein neuer Teilnehmerrekord.

Davon waren auch Hartmut Baethge vom Haldensleber Sportclub und Ralf Geisthardt, Präsident des Kreissportbundes Börde, begeistert. "Viele Läufer sind schon seit Jahren dabei, und sie bringen mittlerweile auch ihre Kinder und Enkelkinder mit", sieht Baethge die Veranstaltung weiter wachsen.

So war beispielsweise Robert Hannibal zum 25. Mal in Folge dabei. "Seit 1989 habe ich keinen Lauf versäumt", versichert der Braunschweiger. Auch Wolfgang Rau aus Haldens- leben zählt zu den Karpfenlauf-Urgesteinen. "Seit Anfang an bin ich fast immer dabei gewesen", erzählt er. Für den Sport hätte ihn sein ehemaliger Sportlehrer "Acki" Schröder begeistert. Und der hatte für seinen früheren Schützling auch eine kleine Überraschung dabei. "Hier, kennste den?", fragt Schröder und hält Rau eine schwarz-weiße Fotografie eines jungen Läufers in Winterlandschaft unter die Nase. "Nee, bin ich das etwa?", schaut Wolfgang Rau ungläubig auf das Bild. "Ja, das bist Du - vor 50 Jahren", versichert ihm "Acki" Schröder.

Ob von den 70 kleinen Startern in 50 Jahren auch noch einige beim Silvesterkarpfenlauf dabei sein werden, ist zwar noch ungewiss, doch der Grundstein ist gelegt. Voller Freude gingen die Mädchen und Jungen als erstes auf die Bummistrecke, die etwa 800 Meter durch den Wald am Waldstadion führte. Anschließend machten sich die Erwachsenen auf den Weg, absolvierten zwei, vier oder sechs Kilometer. Schon eine Stunde vorher waren die Wanderer gestartet, die gemütlich die Natur erkundeten.

Geduld war dann jedoch zur Tombola gefragt. Der Silvesterkarpfen und Sekt warteten auf neue Besitzer. "Doch ehe nicht alle Läufer im Ziel sind, fangen wir nicht an", macht Hartmut Baethge deutlich. "Manche sind ja so verrückt, die laufen die Sechs-Kilometer-Strecke gleich zweimal", schüttelt er den Kopf - und kann sich aber ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Grund zur Freude hatte beim 2013-er Lauf auch Wolfgang Linke. Für sein sport- liches Engagement wurde von Ralf Geisthardt ausgezeichnet - mit der Ehrengabe des Landrats in Silber. "Solch eine Ehrung haben noch nicht viele bekommen", meint Baethge anerkennend. Und als ob er seine Leistung noch einmal unterstreichen wollte, ist Linke der Letzte auf der Strecke und sammelt alle Teilnehmer ein, die vom rechten Weg abgekommen waren. Damit auch sie pünktlich zur Silvesterfeier sein konnten.

 

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