Ackendorf l Udo Klank, Sven Schulz und Cindy Jeschke vom Haus des Waldes in Hundisburg nennen sich selbst die "Waldmenschen". Und so stellten sie sich gestern auch in der Ackendorfer Kindertagesstätte "Gänseblümchen" vor, als sie mit dem "Waldmobil" vor Ort waren.

Und sie waren erstaunt, wie die Mädchen und Jungen mit Wissen über den Wald glänzten. Sie konnten etliche Tiere, die ihnen Sven Schulz in ausgestopfter Form vorstellte, sofort beim Namen nennen, egal ob es sich um ein Eichhörnchen, einen Feldhasen, eine Eule oder einen Marder handelte. Doch sie konnten auch noch einiges mehr über die Tiere erfahren, beispielsweise, dass ein ausgewachsener Igel 5000 bis 6000 Stacheln hat oder das Eichhörnchen seinen buschigen Schwanz beim Schlafen als Kissen und Decke nutzt.

Cindy Jeschke hatte auch ein unterhaltsames Spiel dabei: Wie bei einem Memory sollten die Kinder Felle und Spuren den Waldtieren Wildschwein, Hase, Fuchs, Hirsch und Marder zuordnen. Kein Problem für die drei- bis sechsjährigen "Gänseblümchen". Doch auch mit einem anderen Tier machte sie die wissbegierigen Mädchen und Jungen bekannt - mit der Fledermaus. Derzeitig ist sie, so erklärte Cindy Jeschke, nicht zu beobachten, denn sie hält mit dem Kopf nach unten Winterschlaf.

Kita-Leiterin Marita Thormeier verriet, dass sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen die Kinder auf den Besuch der "Waldmobil"-Mitarbeiter vorbereitet hat. Hilfestellung gab es dabei auch vom ortsansässigen Jäger Hermann Thormeier, der der Kindertagesstätte leihweise Informationstafeln über den Wald und seine Tiere zur Verfügung stellte. "Wir sind ein Naturkindergarten und da passt das Thema Wald ganz gut zu uns", erklärte die Kita-Leiterin. Das Interesse der Kinder gab ihr recht und so werden sie sich wohl auch bald im Schnee auf Spurensuche begeben. Vielleicht entdecken sie ja die Spuren vom Feldhasen.

Ebenso könnten Tannenzapfen oder Astgabeln demnächst als Hilfsmittel bei Bewegungsspielen dienen. Ganz so wie es Udo Klank zeigte.