Keine großen offiziellen Reden, dafür aber der kleine Gedanken- und Erfahrungsaustausch stand gestern im Mittelpunkt des Weferlinger Neujahrsempfanges. Der Ortsrat hatte insbesondere jene eingeladen, die sich um das Gemeinwohl verdient machen.

Weferlingen l "Ihnen Danke zu sagen, ist mein und unser Anliegen heute", sagte Weferlingens Ortsbürgermeister Hans-Werner Kraul gestern anlässlich des Neujahrsempfanges seiner Gemeinde. Im Namen des Ortsrates verneige er sich vor allen, die zu den fleißigen Menschen gehören, die sich für die Gemeinschaft einsetzen, ohne Lohn zu fordern und auf die Uhr zu schauen.

Mit Worten des Bundespräsidenten Joachim Gauck würdigte Hans-Werner Kraul all jene Frauen und Männer, die sich in Vereinen, Wirtschaft, Institutionen und Politik ehrenamtlich stark machen. "Das größte Geschenk in Deutschland ist es, dass wir in einer Gemeinschaft leben, die sich freiwillig vor den Karren spannen lässt", so Weferlingens Ortsbürgermeister.

Für die Gäste des Empfanges sei es selbstverständlich, sich auf die eine oder andere Weise für andere einzusetzen, und genau dafür gelte es, Danke zu sagen.

Dafür, dass der Neujahrsempfang mit reichlich Essen und Getränken sowie neben den Stehtischen erstmals auch Sitzmöglichkeiten bereit standen, hatte Jörg Stövesandt gesorgt. Ihm und seinem Team dankte Hans-Werner Kraul besonders. Jörg Stövesandt, Weferlingens Bäckermeister, hatte leckere Kuchen gebacken, die ebenso das Buffet bereicherten wie lecker belegte Brötchen. Er war es auch, der erstmals zum Empfang Tische und Stühle zum Hinsetzen angeregt hatte.

Auf große Worte und lange Reden hatte der Ortsbürgermeister in diesem Jahr verzichtet. "70 Minuten Reden wie gestern beim Empfang in Haldensleben wird es bei uns heute nicht geben", kündigte er an. Gemeinsam mit Jörg Stövesandt war Hans-Werner Kraul am Sonnabend beim Empfang der Börde-CDU in der Kreisstadt zu Gast gewesen.

Auch seine Vorliebe für Worte in Reimen hatte Hans-Werner Kraul dieses Mal auf die Einladung zum Empfang beschränkt.

Er ging lediglich noch darauf ein, wie sehr es sich lohne, auf dem Land zu leben. "Hier grüßt man sich noch auf der Straße, während in der Stadt alles schrecklich anonym ist", so der Ortsbürgermeister. Darum schätze er es auch so, in Weferlingen zu wohnen, zu arbeiten und zu leben.

Nach seiner kurzen Ansprache erhob Hans-Werner Kraul, verbunden mit allen guten Wünschen, das Glas Sekt, eröffnete das Buffet und die lockeren Gesprächsrunden, die sich im Versammlungsraum der Weferlinger Feuerwehr schnell sitzend und stehend gruppierten.

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