Nicht das Feuer, sondern das Wasser ist das prägende Ereignis im vergangenen Jahr für die Feuerwehr Berenbrock gewesen. Eine Ehrung hat es für die Helfer der Hochwasserka- tastrophe gegeben. Die Bilanz und das Schmieden von Plänen gehören bei der Jahreshauptversammlung genauso zu den Traditionen - wie das gesellige Beisammensein.

Berenbrock l "Unser Feuerwehrgerätehaus entspricht überhaupt nicht mehr den heutigen Voraussetzungen. Das ist ein schwieriger Fall", kritisierte Wehrleiter Torsten Germer. Das alte Gerätehaus hat längst ausgedient. Ver- suche einen Neubau zu bekommen, scheiterten bisher. Trotz des Makels kann sich Germer auf seine Truppe verlassen. Auch beim Hochwasser- einsatz waren seine Kameraden und er mehrere Tage im Einsatz, um eine Straße und eine Firma vor dem Hochwasser zu schützen. "Wir - sechs Kameraden - waren vom 5. bis zum 15. Juni in Wolmirstedt im Einsatz", blickte der Leiter der Wehr, die 28 Mitglieder hat, zurück. Für die großartige Leistung in 242 Stunden im Hochwassergebiet gab es eine Ehrenurkunde vom Börde-Landrat Hans Walker (CDU).

Zu den Neuanschaffungen der Wehr gehören unter anderem acht Hakengurte. "Wir haben jetzt digitale Funkgeräte, die noch nicht genutzt werden. Das wird sich ändern, denn 2014 gibt es für uns die Ausbildung dazu", kündigte Germer den Lehrgang an.

Besonders groß war die Freude bei den Brandschützern, dass es zwei Neueinsteiger gibt. "Das ist sehr schön, denn wir hatten in den letzten Jahren sonst immer einen Rückgang", dachte der Wehrleiter zurück. Marten Germer und Johannes Franke, der zuvor in der Calvörder Jugendfeuerwehr tätig war, wurden in die Wehr aufgenommen und mit Blumen begrüßt. Demnächst beginnt für die beiden jungen Männer der Grundlehrgang.

Anstecknadeln und Blumen verteilte Germer an die Brandschützer, die ein Mitglieds- jubiläum begingen. Der Chef der Wehr bedankte sich bei allen für die Mitarbeit. "Ich hoffe, dass das so bleibt oder sogar noch besser wird", sagte Germer und spendierte das Bier für das gemütliche Beisammensein.

47 Mitglieder hat der Förderverein. Mit Nadine Meier, Hubertus Nitzschke sowie Johannes und Philipp Franke gab es vier Neuzugänge. Auf die zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres, wie das Pfingstbaumaufstellen, das Herbstfeuer, die Vereinsfahrt und die Organisation des Weihnachtsmarktes, blickte Volker Preetz, Vorsitzender des Fördervereins, zurück. Er bedankte sich bei den engagierten Mitwirkenden für deren Unterstützung. 2014 soll es wieder eine Winterwanderung geben. "Die Wanderung wird aus organisatorischen Gründen um eine Woche verlegt und findet deshalb erst am 8. März statt", erklärte Preetz.

Hubertus Nitzschke, Eigentümer der Damm-Mühle in Berenbrock, hat zum Dorffest, anlässlich des 100. Geburtstages seiner Mühle, alle Vereinsmitglieder eingeladen. Die Feierlichkeiten finden vom 11. bis zum 13. Juli mit einem Tag der offenen Tür, einem Tanz auf dem Kornboden und mit einem Frühstück statt.

Diskutiert wurde, welches Ziel die diesjährige Vereinsfahrt haben soll. In der Runde einigten sich die Vereinsmitglieder, dass sie im Juli mit dem Bus zum Schokoladenmuseum in die Halorenfabrik und zum Fernsehstudio nach Halle sowie zum Flughafen nach Leipzig fahren wollen. Neu angeschafft werden ein Heizpilz, Stehtische und Beleuchtung für Freiluft- oder Zeltveranstaltungen.

Thema war auch die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses, das auch den Brandschützern als Versammlungsraum dient. Einig waren sich alle anwesenden Mitglieder des Vereins, dass das Gebäude auf jeden Fall erhalten werden soll. Tatkräftig möchte sich der Verein zum Erhalt des Gebäudes einbringen.

 

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