Haldensleben l Die Stadtverwaltung ermittelt derzeit den Bedarf an schnellem Internet in Haldensleben und den Ortsteilen. Dazu wurde ein Fragebogen erarbeitet, der auf der Startseite des Internetauftritts der Stadt Haldensleben abrufbar ist beziehungsweise in Druckform im Bürgerbüro im Rathaus ausliegt.

Hintergrund ist eine Breitbandoffensive von Bund, Ländern und Kommunen, deren Ziel es ist, flächendeckend schnelles Internet von mindestens 50 Mbit pro Sekunde zur Verfügung zu stellen. Im Auftrag des Landkreises erarbeitet ein Fachbüro für das gesamte Kreisgebiet derzeit eine Studie, wie die Versorgung mit schnellem Internet am effektivsten aufgebaut werden kann.

In Haldensleben gleicht die Versorgungslage einem Flickenteppich: "Teilweise liegen Grundstücke, die Zugang zu sehr schnellem Kabel haben, neben Liegenschaften, an denen nur eine Grundversorgung gewährleistet werden kann", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Die Durchschnittswerte in Haldensleben und den Ortsteilen liegen daher auch nur bei rund 2 Mbit/s, was lediglich der Grundversorgung entspricht - also eher einer Tempo-30-Zone im Vergleich zu einer wirklichen Datenautobahn.

Ausbau könnte noch in diesem Jahr beginnen

Die Untersuchung des Ist-Zustandes und die Studie, die über den Landkreis erstellt wird und deren Ergebnisse im Sommer vorliegen sollen, bilden die Grundlage für ein technisches Konzept und einen Förderantrag, den die Stadt wie die anderen Gemeinden dann stellen kann. "Sollte der Antrag berücksichtigt werden, könnte 2014 bereits Baubeginn sein, um aus dem ,Flickenteppich` ein durchgehend mit schnellem Internet versorgtes Stadtgebiet zu machen", gibt sich Stadt-Pressesprecher Lutz Zimmermann optimistisch.

Zwar würden zur Versorgungslage im Stadtgebiet mittlerweile relativ gute Daten vorliegen, so die Stadtverwaltung weiter, dennoch könne es für die Antragstellung auf Fördermittel hilfreich sein, möglichst viele Bedarfsmeldungen von Privatpersonen und Unternehmen vorweisen zu können. Deshalb bittet die Stadtverwaltung Privatpersonen und Unternehmen, die mit ihrer Internetanbindung unzufrieden sind, um Zusendung des Fragebogens.

Lutz Zimmermann weist ausdrücklich darauf hin, dass der Fragebogen lediglich zur Bestandsanalyse beitragen soll. Eine Verpflichtung, später auch einen schnellen Internetanschluss buchen zu müssen, ergebe sich daraus nicht, machte er deutlich.

Bis zum 8. April muss der ausgefüllte Fragebogen wieder bei der Stadtverwaltung eingegangen sein.

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