Mit der Anschaffung neuer Servertechnik beschäftigen sich die Mitglieder des Flechtinger Verbandsgemeinderates. Die alten Geräte bringen schon längst nicht mehr die erforderlichen Leistungen, die für den Datenfluss in einer Verwaltung nötig sind. Die neue Technik kostet etwa 90000 Euro.

Flechtingen l "Wir hatten uns ja im Vorfeld - im Zuge der Haushaltslesung für 2014 - schon für die neue Serveranlage entschieden, damit die Verwaltung die Ausschreibung für die Technik tätigen konnte", erklärte Burkhard Kuthe (SPD), Vorsitzender des Verbandsgemeinderates, bei der jüngsten Sitzung des Gremiums. Die Mittel für diese Investition in Höhe von 90000 Euro sind im Haushaltsplan 2014 enthalten. Der Plan liegt derzeit zur Begutachtung bei der Kommunalaufsicht. Nun sollte der Beschluss zur außerplanmäßigen Auszahlung zum Kauf der neuen Servertechnik erfolgen. "Die Technik wurde 2006 für die damalige Verwaltungsgemeinschaft und speziell für den Standort Flechtingen konzipiert. Der heutige Umfang ist nicht mehr mit den damaligen Gegebenheiten zu vergleichen", erklärte Rasmus Dammeyer, System- und Netzwerkadministrator in der Verbandsgemeinde (VG). Sowohl die Festplatten als auch die Festplattencontroller und sonstige Bauteile wie Prozessoren und Speichermodule sind mit den aufkommenden Anforderungen komplett überfordert.

Die Lösung, die zum Einsatz kommen soll, sieht eine Neugestaltung der Technik vor. Durch die geplante Umstellung lassen sich künftig einerseits enorme Stromkosten sparen und andererseits die Investitionen für Arbeitsplatzausstattungen senken. "Das heißt, mit der neuen Technik wird nicht mehr am jeweiligen Arbeitsplatz eines Mitarbeiters ein separater Computer stehen, der per Netzwerk auf einen Server am Hauptstandort zugreift, sondern nur noch ein Bildschirm mit einer integrierten Rechnereinheit", erklärte der Experte. Die ersten solcher Geräte werden bereits im Zuge der Umstellungen angeschafft.

Dieter Schwarz (FUWG), Mitglied im Verbandsgemeinderat, fragte nach, ob auch ein Anbieterwechsel angedacht ist. Der Bedarf habe nichts mit dem Software-Anbieter zu tun, erklärte Rasmus Dammeyer. Aufgrund der ständig wachsenden Datenvolumen und des zunehmenden Datenverkehrs in den einzelnen Fachbereichen sei es notwendig, die seit 2007 unveränderte Serverstruktur grundlegend zu erneuern und so umzustalten.

Flechtingens Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Wille (parteilos) schilderte, dass es mit dem Software-Anbieter Probleme gibt. "Wir haben Schwierigkeiten. Wir gehen aber davon aus, dass die alte Technik der Grund für diese Probleme ist. Gleichzeitig werden wir im echten Zusammenspiel und in vertraglicher Hinsicht dafür Sorge tragen, dass der Software-Anbieter uns die Eckdaten übermittelt, was genau an technischen Voraussetzungen nötig sind. Wir werden keine Ausgaben tätigen, wenn dadurch kein vernünftiges Ergebnis zustande kommt", versicherte Wille.

Auf die Frage, ob denn in den nächsten sieben oder acht Jahren mit weiteren Investitionen für die Servertechnik zu rechnen ist, antwortete Dammeyer: "Die Technik ist so schnelllebig. Die Laufzeit beträgt fünf bis sechs Jahre. Die Technik muss weiter gepflegt werden und wachsen."

Einstimmig befürwortete der Rat die außerplanmäßige Ausgabe für die neue Technik.