Mit mehreren hundert Besuchern sorgte gestern der Jacobimarkt für Leben in der Innenstadt. Hauptattraktion bei dem Frühlingsfest war der Haldensleber Staffellauf. Den Sieg sicherte sich das Team "Kera 4 - speedy".

Haldensleben l Um Punkt 11 Uhr hallte der Startschuss durch die Hagenstraße. 49 Staffeln zu je vier Läufern waren angetreten, um sich eine Urkunde und vielleicht auch einen Pokal zu sichern. Darunter waren 19 Schul-Staffeln.

Doch zuerst gingen etwa 50 Kindern bis sechs Jahre an den Start. Ohne Zeitmessung, dafür mit viel Einsatz und Spaß gingen sie auf eine 455 Meter lange Strecke, einmal um die Volksbank und zurück. Einige Kinder wurden dabei tatkräftig von ihren Eltern oder älteren Geschwistern unterstützt.

Um 11.15 Uhr wurde es dann für die regulären Staffeln ernst. Diesmal führte die Route über die Hagenstraße, Maschen- promenade, den Alten Friedhof, die Bülstringer Straße sowie über die Hagenstraße wieder zurück zum Postplatz, wo auch die Siegerehrung stattfand. Schul-Staffeln mussten zwei Runden laufen, Erwachsenen-Staffeln drei. Den ersten Platz sicherte sich das Team "Kera 4 - speedy" mit einer Zeit von 40:45 Minuten. Bei den Schülern ging der Sieg an die Staffel "Alstein 1" mit 32:31 Minuten.

Es war der mittlerweile neunte Haldensleber Staffel- lauf. Um die Organisation kümmerte sich wie immer die Laufgruppe "Roland". Deren Vorsitzender Uwe Vester zeigte sich zufrieden: "Letztes Jahr hatten wir deutlich weniger Teilnehmer. Aber da lagen die Temperaturen auch bei minus 14 Grad Celsius", erklärte er lächelnd. "Alle waren begeistert, es gab keine Verletzten und niemand war überfordert." Das Deutsche Rote Kreuz war zwar vor Ort, hatte aber zum Glück nicht allzu viel zu tun.

Schön war laut Uwe Vester auch, dass sich so viele Generationen am Staffellauf beteiligten. "Die jüngsten Starter waren Jahrgang 2006, der älteste Jahrgang 1932." Die zehnte Auflage des Staffellaufs im nächsten Jahr sei bereits ge- sichert. "Mal schauen, was wir uns dafür alles ausdenken", so Uwe Vester.

Nach der Siegerehrung startete auf dem Postplatz ein umfangreiches Kulturprogramm. Den Anfang machte die Percussion-Gruppe der Grundschule Gebrüder Alstein. Mit Tanzgruppen sorgten unter anderem der Hort der Erich-Kästner-Schule, die Einrichtung Kids Co. sowie der Süplinger Narrenbund für Unterhaltung. Ebenfalls mit dabei waren die Bands "E-Motion" und "F-O - B" sowie die Kreismusikschule und die Musikschule "Musikus". Letztere stellte auch die benötigte Bühnentechnik bereit. Die Bühne selbst hatte Gemeindepädagoge Robert Neumann von der evangelischen Kirche organisiert.

Auf dem Hagentorplatz und dem Markt stellten fünf Autohäuser ihre Modelle aus. Auf letzterem gab es auch ein Riesen- trampolin und einen Wasserball. Viele Geschäfte beteiligten sich am verkaufsoffenen Sonntag. Jugendliche der Erich-Kästner-Schule, der Johanne-Nathusius-Schule sowie des Professor-Friedrich-Förster-Gymnasiums boten für die Besucher jeweils einen Kuchenbasar an.

Eine positive Bilanz zogen auch Kathrein Schätzing und Mario Kämpf, die sich maßgeblich um die Organisation des Jacobimarktes gekümmert hatten. Denn zum ersten Mal lag die Veranstaltung nicht in den Händen der Stadt, sondern in denen der Händler. "Aber die Stadt hat uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden", bedankt sich Kathrein Schätzing. In ihren Augen sei der Jacobimarkt sehr erfolgreich gewesen. "Aber dafür waren die vergangenen Tage auch hektisch. Eine solche Veranstaltung neben der Arbeit auf die Beine zu stellen, ist eine große Aufgabe." "Ohne hauptamtliche Organisation ist das nächstes Jahr nicht zu machen", ergänzte ihr Mann Reiner Schätzing. "Deshalb wäre es schön, wenn die Stadt den Jacobimarkt wieder übernimmt", so Kathrein Schätzing.

   

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