Eine Stunde lang sollten sich die Hähne der Weferlinger Geflügelzüchter ihre Kehle aus dem Leib krähen. Beim traditionellen Wettkrähen zählte jeder Anschlag. Sieger wurde der Hahn von Günther Masche.

Von Carina Bosse

Weferlingen l Der Geflügelzuchtverein "Grauer Harm" von 1948 Weferlingen und Umgebung hat wie immer traditionell im Frühjahr sein vereinsinternes Hähnewettkrähen, erneut auf dem Burghof, diesmal vor der Feuerwehr Weferlingen, veranstaltet.

Innerhalb von einer Stunde, ab 9 Uhr gerechnet, haben 21 Hähne der Züchter ihr Können unter Beweis gestellt. Damit lag die Teilnehmerzahl exakt bei der des Wettbewerbs im Vorjahr.

In dieser Wertungsstunde wurde 723 mal gekräht, das waren 162 Hahnenschreie weniger als noch im vergangenen Jahr.

Den 1. Platz belegte der Hahn vom Zuchfreund Günther Masche mit 95 Anschlägen, den 2. Platz nur ganz knapp dahinter der Hahn vom Zuchtfreund Bernd Weber mit 93 und den 3. Platz der Hahn vom Zuchtfreund Rolf Walther mit 90 Zählern.

Ein Rosenstock und drei "Kikereki" für die Sieger

Die Züchter der Siegerhähne erhielten einen Rosenstock und ein dreifaches "Kikereki", dieses Mal allerdings aus den menschlichen Kehlen.

Es gab allerdings auch in diesem Jahr ein Tier, diesmal vom Züchter Werner Ehlers, das sich überhaupt nicht beeindrucken ließ und in dieser einen Stunde überhaupt keinen Laut von sich gegeben hat. Vermutlich hatte sich der Hahn mit seinen Weckschreien im Morgengrauen bereits verausgabt. Auch darauf musste natürlich angestoßen werden.

Anschließend ab 10 Uhr fanden sich die Partner der Züchter ein. Nach der Eröffnungsrede vom Vorsitzenden Dietmar Jörend und ein paar Worten vom verantwortlichen Organisator Jürgen Fischer, erklang die Vereinshymne vom Vereinsmitbegründer Walter Grupe. Anschließend verbrachten alle gemeinsam ein paar gesellige Stunden.

Wer Lust auf den strahlend blauen Himmel und einen Blick über die Dächer von Weferlingen hatte, konnte Werner Ehlers beim Aufstieg auf den Aussichtsturm Grauer Hermann oder Grauen Harm begleiten. Ein Dankeschön gilt besonders den fleißigen Helfern, durch die der Tag und die netten Stunden erst möglich wurden.