Hundisburg l Wenn es am nächsten Sonntag bei der Aller-Elbe-Spritztour um 10 Uhr am Markt in Haldensleben in Richtung Wanzleben losgeht, dann wird nicht auf dem Aller-Elbe-Radweg geradelt. Der Aller-Elbe-Radweg erfreut sich jedoch zunehmender Beliebtheit. Der Weg verbindet den Allerradweg mit dem Elberadweg. Und der Streckenbereich, für den die Stadt Haldensleben zuständig ist, wird in wenigen Wochen endlich komplett fertig sein.

Baubeginn für den letzten Abschnitt des Aller-Elbe-Radwegs im Bereich der Stadt Haldensleben und ihrer Ortsteile wird voraussichtlich Ende Mai sein, kündigt Lutz Zimmermann, Leiter der Abteilung Marketing und Kommunika- tion in der Stadtverwaltung, an. Der zwölfte Abschnitt befindet sich in der Gemarkung Hundisburg und ist 1,2 Kilometer lang. Er wird von der Verlängerung der Steinbruchstraße hinter der Ruine Nordhusen nach rechts auf die ehemalige KAP-Straße führen, die den Aller-Elbe-Radweg in Richtung Bebertal fortführt. Der Weg soll auf einer Breite von zwei Metern asphaltiert werden. 2005 begann die Stadt Haldensleben mit dem Ausbau des Aller-Elbe-Radweges. Der Weg führt von der Grenze der Gemarkung Hillersleben um Wedringen und das Haldensleber Gewerbegebiet herum durch die Stadt über den Mittellandkanal vorbei am Sportboothafen in Richtung Althaldensleben, schwenkt aber vorher in Richtung Ziegelei Hundisburg ab, führt durch einen Teil von Hundisburg und über die Steinbruchstraße dann zur Ruine Nordhusen.

Die bisher ausgebaute Strecke beträgt 9,1 Kilometer. Seit 2005 wurden in jedem Jahr mit Fördermitteln einzelne Abschnitte ausgebaut. Das seien in der Regel Fördermittel für den ländlichen Wegebau gewesen, erläutert Lutz Zimmermann.

Dieser letzte Abschnitt sei sehr aufwendig gewesen in der Vorbereitung. Ursprünglich sollte der Weg durch ein Tal nach Bebertal führen. Doch dieses Terrain hatte der Nabu gekauft, ein Radweg war hier nicht möglich. Deshalb musste eine andere Variante gefunden werden. Das kostete Zeit. Für diesen Abschnitt sei ein Planfeststellungsverfahren nötig gewesen. Zudem musste noch Land für diesen Weg gekauft werden.

Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 300 000 Euro. In diesem Betrag sind die Verfahrenskosten, der Grunderwerb, die Vermessung wie auch die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen enthalten.