Die Arbeitsgemeinschaft Judo der Calvörder Sekundarschule feiert ihren 40. Geburtstag. Seit 50 Jahren gehören die Calvörder Judokas bereits zum Polizeisportverein (PSV) Gardelegen.

Calvörde l "40 Jahre Arbeitsgemeinschaft Judo und 50 Jahre Vereinsarbeit - das ist Kontinuität und zeugt von Nachhaltigkeit. Ein großes Kompliment bekommt der Verein für seine Jugendarbeit", sagte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) bei der Begrüßung. Er gratulierte den Judokas der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Calvörder Schule "Brüder Grimm" zu ihrem Jubiläum. Seit 40 Jahren gibt es die AG unter der Leitung von Trainer Ernst Zajons und bereits seit 50 Jahren zählt die Judo-Abteilung zum Polizeisportverein (PSV) Gardelegen. Als SG Dynamo Gardelegen war der Verein 1964 gegründet worden. Heute üben den Judo-Sport in den beiden Trainingsstätten Gardelegen und Calvörde rund 50 Aktive aus. Die AG in Calvörde zählt 30 Mitglieder in den Altersklassen 4 bis 60.

Zum elften Mal kämpften nun Judokas im Alter von 6 bis 14 Jahren um den Ohrepokal. Mehr als 50 Judokas aus fünf Vereinen gingen auf die Wettkampfmatte. "Schön, dass ihr da seid. Schade, dass es heute parallel noch in Wanzleben einen Wettkampf gibt", sagte Zajons, der in Klüden zu Hause ist und 1965 in Gardelegen mit dem Judo begann.

Das heimische Team stellte sich den Gegnern aus Tangermünde, Rohrberg, Salzwedel und Stendal. Als Kampfrichter kamen Sandra Meier und Holger Schwaneberg zum Einsatz.

Um die Wettkämpfe in der Mehrzweckhalle in Calvörde hautnah mitzuerleben, kamen viele Zuschauer. Zajons begrüßte die jungen Kampfsportfreunde. Mit einem lautstarken "Rei" begannen die Wettkämpfe.

Die Calvörder sind eine starke Gemeinschaft. Zu den Trainingsmethoden gehört, dass die erfahrenen Judokas die jüngeren unter den strengen Augen von Ernst Zajons trainieren. In der Mehrzweckhalle haben die jungen Sportler ideale Trainingsbedingungen.

Viele Freunde der "sanften Kunst", bei der die Kraft des Gegners genutzt wird, kamen zum Daumendrücken. Aber auch die Gäste hatten lautstarkes Publikum mitgebracht. Voller Emotionen feuerten die Zuschauer ihre Champions vom Mattenrand aus an.

Siegreich ging auch der Calvörder Franz Pesch von der Matte. "Zum Frühstück habe ich heute ein Gehacktesbrötchen mit Pfeffer und Salz gegessen. Nur zuviel darf man vor dem Kampf nicht essen, sonst kann man sich nicht richtig bewegen", weiß der siebenjährige Junge, der seit einem Jahr zu den Mattenfüchsen gehört.

Groß war die Freude über jeden gewonnenen Kampf. Ihren Heimvorteil nutzten die Calvörder, so dass sich Malte Kapps, Tristan Wendt, Lukas Weber, Franz Pesch, Johannes Ritter, Merle Lohöfer, Niklas Berlin sowie die Zwillinge Sarah und Kevin Herms in ihren Altersklassen jeweils den ersten Platz holten. Auf zweite Plätze kämpften sich Josy Matthias, Manja Jokisch, Kai Brandt, Jacob Garitz, Eric Siegel und Hanna Siegel. Auf das dritte Treppchen stiegen Paul Neyer und Ida Böwing.

Besonders Johannes Ritter zeichnete sich in den vergangenen Wochen durch Erfolge aus. Der Junge aus Böddensell wurde Bezirks- und Landesmeister in der Altersklasse unter 13 Jahre bis 31 Kilogramm. Er hat alle Kämpfe souverän gewonnen.

"Es gab heute packende Kämpfe zu sehen. Die Konkurrenz war stark", zog Zajons zufrieden Bilanz. Die Calvörder Judokas erkämpften sich als Mannschaft den Ohrepokal. Auf Platz zwei kamen die Judokas aus Tangermünde und auf den dritten Platz die Freunde aus Rohrberg. Dicht gefolgt von den Sportlern aus Salzwedel und Stendal. Jubelnd nahmen die Calvörder die Trophäe entgegen. Zajons bedankte sich bei allen Freunden, Sponsoren und im Besonderen bei der Gemeinde Calvörde, die die Pokale spendiert hatte.

 

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