Eine schöne Tradition rund um den Tag des Baumes haben die Hörsinger aufgebaut. Jedes Jahr pflanzen die Kinder des Ortes gemeinsam einen Baum am Weg zum Sportplatz.

Hörsingen l Acht Jahre lang stand er abwechselnd in der kalten Jahreszeit in der guten Stube und in den warmen Sommermonaten auf dem kleinen Hof von Birgit Jäger in Hörsingen. Im vergangenen Jahr war er soweit, dass er bei Horst-Dietrich Westphal "Unterschlupf" fand, der ihn soweit brachte, dass er nun in diesem Jahr gemeinsam mit den Steppkes der Kindertagestätte "Schölecke-Strolche" ausgepflanzt werden konnte. "Er" ist ein Ginkgobaum, nicht gerade typisch für diese Gefilde, aber durchaus widerstandsfähig genug, um zu überleben.

"Ich hatte einfach zu wenig Platz auf meinem Hof, denn das Bäumchen ging langsam in die Breite", berichtete Birgit Jäger. Darum fiel die Wahl zur alljährlichen Pflanzaktion am Weg zum Sportplatz in diesem Jahr auf den Ginkgo.

Viel wusste Naturfreund Horst-Dietrich Westphal über den hier eher selten vorkommenden Baum, doch am besten konnte man sich merken, dass er auch der "Baum der Liebe" genannt wird. Wichtig ist, dass der Ginkgo besonders in der ersten Zeit regelmäßig gegossen wird. "Jeder, der hier vorbeikommt, sollte eine große Flasche Wasser mitbringen und den Setzling gießen", bat der Hörsinger, der im Naturpark Drömling als Ranger tätig ist.

Bevor der Baum nun mitten in der Natur allein zurückblieb, wurde ihm noch eine schützende Drahtrose verpasst, damit er vor dem Verbiss von Tieren geschützt ist, die gerade die Rinde von jungen Bäumen sehr gern mögen.

Seit 2005 gibt es in der Gemeinde Hörsingen alljährlich um den Tag des Baumes eine Pflanzaktion. Der Weg zum Sportplatz ist darum schon eine richtig tolle Baumallee geworden. Zugegeben, die Bäume müssen noch ein wenig wachsen, aber für Abwechslung ist in jedem Fall gesorgt.

Im vergangenen Jahr erst hatte Ortsbürgermeister Peter Schorlemmer einen Baum aus seinem Garten spendiert. "Vom ,Bürgermeisterbaum Peter` aus habe ich zehn große Schritte abgezählt, damit die Bäume genügend Abstand zueinander haben", berichtete Horst-Dietrich Westphal den Anwesenden.

Luzie, Mara, Claas und Tom gehörten zu den Mädchen und Jungen, die bei der Pflanzaktion in diesem Jahr tatkräftig mit anpackten und die Schaufel kräftig in das Erdreich rammte, um ein ausreichend großes Loch für die noch zarten Wurzeln zu erhalten.

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