Gut 150 Einwohner haben sich an dem Festumzug beteiligt, mit dem das vierte Begegnungstreffen "Olln lebt" am Sonnabend eröffnet wurde. Auf dem Sportplatz schossen Ollner Salut, und Tauben stiegen in die Lüfte. Die Althaldensleber feierten gemeinsam mit ihren Gästen.

Althaldensleben l Das Wetter hielt sich, darüber freuten sich die Organisatoren besonders. Und zum Fest kamen nicht nur Althaldensleber, sondern auch einige Ehemalige, die alte Bekannte wiedertrafen, wenn der große Platz des Integrativen Sportvereins (ISV) gut und gerne noch viel mehr Gäste hätte aufnehmen können. Zahl- reiche Vereine und Einrichtungen hatten sich zum Festumzug auf dem Klosterhof getroffen, um zu zeigen, was der Stadtteil zu bieten hat.

Nach der großen Rude machte der Zug zweimal Halt. Die Schalmeienkapelle Flechtingen, die den Umzug anführte, spielte vor dem DRK-Seniorenheim am Kamp auf. Hier warteten schon viele Bewohner auf das Ständchen, das alljährlich mit dem Ollner Begegnungstreffen verbunden ist. Nach etwa 100 Metern stoppte der Zug schon wieder, denn auch vor dem Josefinum saßen schon Bewohner und freuten sich auf ein paar Lieder. Und vor beiden Heimen gesellten sich weitere Einwohner dazu. Da wurde sogar geschunkelt.

Reinhard Schreiber vom Organisationsstab und der stellvertretende Bürgermeister Henning Konrad Otto begrüßten die Gäste auf dem Sportplatz. Taubenzüchter öffneten die Kisten, die auf der kleinen Bühne standen, und schon flogen die Tauben über die Köpfe der Ollner und stiegen auf in die Lüfte. Salutschüsse von Mitgliedern des Schützenbunds Althaldensleben hallten über den Platz. Dann bauten sich schon die Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte "Regenbogen" auf, um die Gäste mit einem selbsterdachten musikalischen Programm von einer großen Mäusefamilie zu unterhalten.

Die kleine Jasmin Haarbach interessierte das alles überhaupt nicht. Mit zweieinhalb Monaten war sie ganz offensichtlich die jüngste Festbe- sucherin. Im Arm ihrer Mutter schlief sie selig. Sandra und Norman Haarbach wohnen zwar mit ihren Kindern in Haldensleben, aber viele Verwandte und Freunde leben in Olln, erzählten sie.

An zahlreichen Stationen konnten sich die Festgäste sportlich betätigen oder auch Quizfragen beantworten. Der Förderverein Schinkel-Simultan-Kirche wollte beispielsweise wissen, wie hoch die Kirche ist und wieviel Glocken sie hat. Unter den Quiz-Teilnehmern, die am besten Bescheid wussten, wurden Tassen verlost.

Am Stand des Schützenbunds konnten Festgäste mit der Armbrust auf eine Scheibe zielen. Die Schüsse der Damen gingen in eine besondere Wertung. In diesem Jahr hat es der Schützenbund übernommen, den Wettkampf für die Volkskönigin auszurichten. Der Volkskönig wird bei der Schützengilde ermittelt. Proklamiert wird das Volkskönigspaar beim Altstadtfest.

Wer höhentauglich ist, konnte auch aus luftiger Höhe von einer Hebebühne aus das bunte Treiben auf dem Sportplatz verfolgen. Da ergab sich zum Beispiel ein Blick auf das Torwandschießen des ISV und auf den Stand des DRK, an dem Geschicklichkeit und eine ruhige Hand gefragt waren. Die Besucher konnten eine Angel auswerfen, um im Trockenen zu fischen und sie konnten beim Galgenkegeln alle Neune schaffen. Die Auswahl war breit. Meist nutzten nur die Kinder diese vielfältigen Angebote. Die Erwachsenen saßen oder standen beisammen, um zu erzählen und dabei auch Neues zu erfahren, ob das nun an den Ständen der Vereine war oder einfach am Rande des Platzes.

Musikalisch setzte der Männerchor "Brüderlichkeit" aus Hundisburg am Nachmittag noch einen Höhepunkt. Die Organisatoren hatten sich bemüht, bei ihrem Fest Vielfalt anzubieten.

   

Bilder