Im Beisein der Staatssekretärin des sachsen-anhaltischen Landwirtschaftsministeriums, Anne-Marie Keding, ist in Langenweddingen die diesjährige Kirschsaison offiziell eröffnet worden. Auch der dort ansässige Obsthof Hornemann hat etliche Kirschbäume auf seiner Plantage zu stehen.

Langenweddingen l Aufgrund der guten Lage der Plantage auf dem fruchtbaren Boden der Magdeburger Börde im Regenschatten des Harzes vertrauen Hans-Otto Hornemann und seine Tochter Sabine, die den Obsthof führen, auf ein gutes Aroma ihrer Süßkirschen. Zwölf verschiedene Sorten haben sie derzeit angebaut, die Ernte läuft bereits auf Hochtouren.

Gleiches gilt auch für andere Obstbauern in Sachsen-Anhalt und in Sachsen. Das konnten auch der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsisches Obst, Geld Kalbitz, und Phillipp Moser von der untergeordneten Fachgruppe Sachsen-Anhalt bestätigen, als sie in Langenweddingen die diesjährige Kirschsaison offiziell eröffneten. "Ein guter Blühverlauf und günstige Reifebedingungen versprechen gute Ertrags- aussichten", fasste Phillipp Moser zusammen. Allein von den sachsen-anhaltischen Betrieben erwartet der Verband einen Ertrag von etwa 1200Tonnen Süßkirschen, in Sachsen zudem 600 Tonnen. Die Anbau- fläche, auf der die Verbandsmitglieder Süßkirschen anbauen, liegt bei 320 Hektar, hinzu kommt 558 Hektar Fläche, auf der Sauerkirschen gedeihen. "Wir waren mit der Blüte in diesem Jahr sehr früh, sind mit den Früchten jetzt auch noch etwas früher, aber es hat sich schon relativiert", erklärte Moser weiter. Die Obstbauern setzen vorrangig auf die Direktvermarktung, nur 35Prozent der deutschen Süßkirschen werde über den Lebensmitteleinzelhandel vertrieben.

Zu schätzen weiß das auch die Staatssekretärin des Landwirtschaftsministeriums, Anne-Marie Keding, die sich auf dem Obsthof Hornemann auch manche Kirsche schmecken ließ. "Ich freue mich jedes Mal, wenn die Kirschsaison eröffnet wird, das gibt mir auch Gelegenheit, in die Betriebe hineinzuschauen", so die Staatssekretärin. Sie lobte die konstruktive fachliche Zusammenarbeit zwischen den sachsen-anhaltischen und den sächsischen Obstbauern, um auch gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit die Bedürfnisse der Obstbauern zu vermitteln. "Es sind spezifische Bedingungen, die nicht der Landesbauernverband allein vertreten kann", fügte Anne-Marie Keding hinzu. Der sachsen-anhaltische Obstanbau sei aber weniger von den Kirschen, sondern eher von den Äpfeln geprägt. Schwerpunkt sei das Gebiet um den Süßen See im Süden des Bundeslandes. Das Land sei bemüht, den Obst- anbau weiterhin investiv zu unterstützen, speziell auch im Marketing.