Hundisburg l Eine Feuerwehr braucht Wasser. Zumindest von Wasser von oben wurden die Hundisburger Feuerwehrleute und ihre Gäste am Sonnabend jedoch verschont. Zum Freiluftgottesdienst und der feierlichen Indienststellung ihres neuen Feuerwehrfahrzeugs strahlten die Hundisburger und Klärchen um die Wette.

Nach 20 Jahren haben die Hundisburger nun ein topmodernes und voll ausgestattetes Feuerwehrfahrzeug, im fachdeutsch ein Tragkraftspritzenfahrzeug. Ihr altes Fahrzeug steht noch in Haldensleben, soll aber bald eine weite Reise antreten. Denn das Fahrzeug soll künftig in Griechenland noch zu Einsätzen ausrücken. Wann die Griechen es abholen, steht aber noch nicht ganz fest.

Im Rampenlicht stand am Sonnabend das neue Fahrzeug. Mit einem festlichen Feldgottesdienst wurde es der Öffentlichkeit präsentiert. Pfarrer Jens Schmiedchen hielt den Gottesdienst ab und bat um Gottes Segen für die Hundisburger Feuerwehrleute, dass sie stets gesund von ihren Einsätzen zurückkehren. Gemeinsam mit den zahlreichen Hundisburger Einwohnern und Gästen wurde dafür gesungen und gebetet. Die musikalische Umrahmung übernahm dabei der Posaunenchor Barleben.

Dezernent und Vizebürgermeister Henning Konrad Otto hob in seiner Rede die verantwortungsvolle und nicht ungefährliche ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr hervor. "Das neue Fahrzeug ist auch ein Dank des Stadtrates und des Bürgermeisters für die Leistung der Feuerwehrleute", sagte Otto. Er erinnerte auch daran, dass zunächst das Gerätehaus in Hundisburg umgebaut werden musste, damit das neue Fahrzeug darin Platz findet. Das war im vergangenen Jahr erledigt worden. Mit der Lieferung der Tragkraftspritze, die in das neue Fahrzeug gehört, fand das Unternehmen neues Fahrzeug am Freitag auch pünktlich zum Festtag seinen krönenden Abschluss.

Hundisburgs Wehrleiter Frank Keitel nutzte die Gelegenheit, um sich "bei allen Akteuren zu bedanken, dass wir dieses tolle Auto bekommen haben". Er verband dies mit dem Wunsch, dass seine Kameraden nun zahlreich an den Ausbildungen teilnehmen, um mit dem neuen Fahrzeug vertraut zu sein. Zudem hofft Keitel auch darauf, dass sich Nachwuchs für das neue Fahrzeug und die Arbeit in der Feuerwehr interessiert.

Zahlreiche Glückwünsche konnte der Ortswehrleiter in Empfang nehmen. Gekommen waren befreundete Wehren aus Groß Santersleben, Rottmersleben, den andere Ortsteilwehren der Stadt, der Feuerwehrverein Haldensleben sowie die Partnerwehr aus dem niedersächsischen Almke. Zu ihnen pflegen die Hundisburger seit 1991 freundschaftliche Kontakte. Auch Abschnittsleiter Andreas Sulfrian war gekommen, um den Hundisburgern zu gratulieren.

Nach dem offiziellen Teil, in dem noch einige Kameraden mit der Fluthelfernadel ausgezeichnet wurden und Wolfgang Lehrmann zum Oberfeuerwehrmann befördert wurde, war Zeit, um in geselliger Runde zu feiern. Der Männerchor gab ein Ständchen, die befreundete Schalmeienkapelle aus Grimschleben spielte auf, bei Kaffee und Kuchen sowie Deftigem vom Grill konnte gefeiert werden.

   

Bilder