Haldensleben l Das Fußballfieber macht auch vor der Abiturfeier des Haldensleber Professor-Friedrich-Förster-Gymnasium nicht halt. ",Ein Hoch auf uns` - in dieses Lied von Andreas Bourani, die heimliche Fußball-WM-Hymne, können Sie einstimmen. Gemäß der Strategie des Bundestrainers ,Von Spiel zu Spiel zum großen Ziel` sind Sie in das Finale gekommen. Heute Abend werden Sie voller Stolz Ihre Abiturzeugnisse erhalten", begrüßte Schulleiterin Sylvia Bolle den 2014-er Abiturjahrgang in der Ohrelandhalle.

In ihrer im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft konsequent sportlich gehaltenen Festrede blickte sie auf die vergangenen acht Jahre zurück, welche die 73 jungen Frauen und Männer am Gymnasium verbracht haben. Es sei ein bewegtes Schülerleben gewesen, "das uns so manche Kopfschmerzen verursachte", erinnerte sie daran, dass nicht immer alles eitel Sonnenschein gewesen war.

Auch für die Eltern sei es eine anstrengende Schulzeit gewesen. "Vor allem, als vorübergehend aus den Dreikäsehochs mitunter höchst widersprüchliche, übellaunige Monster wurden", spielte Sylvia Bolle auf die Pubertät ihrer Schützlinge an.

Doch auch an die Höhepunkte wie Klassenfahrten, Ausflüge, Exkursionen und Projekte erinnerte sie. Nun, nachdem die Hürden am Gymnasium gemeistert sind, stünden die Jugendlichen vor neuen Herausforderungen, betonte die Schulleiterin.

"Gefragt nach Ihren Studienwünschen war eine bunte Vielfalt zu hören. Sie alle werden nach Ihrem Studium Verantwortung in Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Justiz, Schule und Gesundheitswesen übernehmen. Mal sehen, wen wir zukünftig als Manager in der freien Wirtschaft oder als Verwaltungsleiter im öffentlichen Dienst antreffen werden", meinte sie erwartungsfroh und schlug wieder den Bogen zum Fußball: "Für Sie alle wird das Fußball-ABC gelten: A wie Angriff, B wie Ball im Spiel halten und C wie clever sein. Die folgenden Fußballtugenden gelten nicht nur auf dem Rasen: Fairplay, Leistungswille bis zur Erschöpfung, Souveränität in Aktionen, Toleranz, Respekt und unerwartete Einfälle", gab sie den frischgebackenen Abiturienten mit auf den künftigen Weg.

Stolz verkündete Sylvia Bolle, dass neun Schüler ein Gesamtergebnis mit einer 1 vor dem Komma erreichten und vier sogar das große Latinum erhielten. Mit der Ehrenmedaille des Fördervereins und einer finanziellen Förderung wurden Lavinia Bergmann (Abiturdurchschnitt 1,1), Sonja Fritzsche (1,4), Tabea Brandt (1,5) und Celia Fürst (1,5) ausgezeichnet.