Beim diesjährigen Schwimmbadfest haben mehrere Vereine aus dem Ort an einem Strang gezogen. So wurde es ein gelungenes Fest am Beckenrand, das konnten auch heftige Regengüsse nicht vermiesen.

Niederndodeleben l Dicke Tropfen fielen vom Himmel, doch die Gäste im Niederndodeleber Schwimmbad ließen sich das Feiern nicht madig machen. Mit allen Höhepunkten zogen die Vereine - und allen voran der Schwimmbadverein - das bunte Fest am Beckenrand und im Wasser durch.

Da tanzten die TSV-Linedancer und die Narren vom Tanzmäuse-Tanzstudio-Carnevals-Club (TTCC) ebenso, wie die Damen und Herren vom Gemischten Chor "Die Wartbergsänger" ihre Lieder klingen ließen. Die Wasserballer der Wasserball Union Magdeburg (WUM) lieferten sich im Becken packende Spiele, aber auch für viel Spaß auf dem Wasser blieb noch Raum und Zeit. So gab es unter anderem einen "Arschbombenwettbewerb". Auf dem Volleyballfeld ging ebenfalls die "Post" ab, in einem kleinen Turnier wurden die Sieger ermittelt. Die Sportler vom Niederndodeleber Ski-club stellten sich als unschlagbar heraus.

Für den abendlichen Klamauk war, wie es auch vom traditionellen Bördehoffest bekannt ist, die Feuerwehr zuständig. Bei soviel Wasser, das im Schwimmbad vorrätig war, lag natürlich nichts näher als ein Badewannenrennen, wie der Feuerwehrchef Stefan Libbe betonte. "Seetauglich ist eine Badewanne sonst nicht, aber wir haben Ingenieure gefunden, die das Ding unsinkbar gemacht haben", versprach er, um möglichst viele Mitpaddler zu finden. Alles leere Versprechungen, denn lediglich Marko Pilz und Felix Hermann aus den Reihen der Feuerwehr gelang es, das "Gefährt" schwimmend ins Ziel zu bringen, bei den Anderen ging die Wanne gleich unter.

Stellt sich die Frage, ob die "untergangenen" Teilnehmer, vielleicht zuvor zuviel vom leckeren Kuchen oder von der deftigen Schmorwurst gekostet hatten. Denn sowohl der Schwimmbadverein als auch der Heimat- und Kulturverein nutzten die Gelegenheit, bei dem Fest ihre seit Jahren traditionellen Wettbewerbe auszuloben. Während der Schwimmbadverein den "Schmorwurstkönig" suchte, wollte der Heimat- und Kulturverein seine "Backkönigin" krönen - die zehnte übrigens. Doch das brauchte erst einmal viele Testesser, die die Meisterwerke von 27 Tortenbäckerinnen und von fünf Schmorwurstköchen probierten.

Julika Hasenkrug kann sich neuerdings "Schmorwurst- königin" nennen und stieß damit den Vorjahressieger Rainer Jagusch vom Thron. Bei den Tortenbäckerinnen wurde es hauchdünn, nur ein Punkt entschied über den Sieg. Den holte sich Marlen Steimecker mit ihrer Himbeer-Mascarpone-Torte. Auf dem zweiten Platz folgte Anke Felgentreff vor Anne Libbe, der Vorjahressiegerin.

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