Eigentlich ist er ein rein baschkortischer Schulwettbewerb für die 1. bis 7. Klassen. Doch aufgrund freundschaftlicher Beziehungen zu einer Schule in Ufa, der Hauptstadt der russischen Republik Baschkortostan, ist der "Gagarin-Cup" im Weferlinger Gymnasium angekommen.

Weferlingen l Schüler, die sich in den Fächern Englisch, Mathematik und Sport beweisen wollten, konnten daran teilnehmen. Am gestrigen letzten Schultag wurden die Einzelwettbewerbe ausgewertet und die Gesamtsieger mit Medaillen, Orden, Urkunden und Zertifikaten geehrt.

Als Gesamtsieger wurden Pascal Buthut und Moritz Pogadl ausgezeichnet. Beide warteten mit einer sehr guten Gesamtleistung in allen drei Disziplinen auf.

Doch warum gerade diese drei Disziplinen für einen Wettbewerb, der "Gagarin-Cup" heißt? Lehrer Jürgen Wenz, der sich als Russischlehrer auch intensiv um die Partnerschaft mit der Schule in Ufa kümmert, erklärt: "Juri Gagarin kennt wohl jeder als Astronaut und ersten Menschen im Weltall. Personen wie er werden in Russland hochgeehrt und -geachtet. Und was braucht ein Astronaut besonders, natürlich die drei vorgenannten Fächer."

Englisch ist die Sprache, mit der sich alle Astronauten im All verständigen, die Sprache der Raumfahrt, übrigens auch bei den Piloten im Cockpit von Flugzeugen. Josef Zierenberg zum Beispiel hatte in der Tat schon einmal daran gedacht, vielleicht einmal Pilot zu werden.

Mathematik ist ebenfalls wichtig für die Fliegerei. Und um überhaupt in einen Raumanzug schlüpfen zu dürfen, muss man körperlich fit sein. Sport bildet dafür eine gute Ausgangsbasis.

Alle Wettbewerbe wurden analog zu denen in Ufa ausgewertet und nach einem Punktesystem bewertet. So kam es, dass nach der Bewertung einige Plätze in Weferlingen nicht vergeben worden waren.

Für die ersten drei Plätze gab es jeweils eine Medaille und ein Diplom, für vierte Plätze konnten Zertifikate vergeben werden. Die Ehrung fand in Anwesenheit aller 5., 6. und 7. Klasse in der Alten Turnhalle auf dem Schulgelände statt.

Wie gut einigen Schülern der Wettbewerb getan hatte, beschrieb Esther Herrmanns gestern so: "Nach der Teilnahme an einem solchen Wettbewerb fühlt man sich sicherer in den Fächern und ist auch wieder strebsamer, arbeitet mehr mit." Moritz Pogadl, dem mit einer zehntägigen Reise gemeinsam mit Jürgen Wenz nach Ufa eine ganz besondere Prämie zuteil wurde, fühlt sich für seine Mühen um die Schule belohnt.

Schwer fand es Esther Herrmanns, internationale Autoren ihren Werken zuzuordnen. "Die Namen bekannter Autoren und welche Werke sie geschrieben haben, lernen die Kinder in Russland schon sehr früh", wusste Jürgen Wenz.

"Einige waren schon sehr knifflig, und bei einigen hat man gemerkt, dass es keine deutschen Aufgaben waren", meinte Amelie Müller. Josef Zierenberg hingegen fand, dass einige der Aufgaben in ihrem Unterricht noch nicht durchgenommen worden waren.

Aufgrund ihrer sehr guten Leistungen (siehe Info-Kasten) in den einzelnen Fächern erhielten Josef Zierenberg, Lucie Müller, Pascal Buthut, Jakob Schneider, Melanie Engelbrecht, Moritz Pogadl, Erik Wienecke und Eileen Kemnitz als Gewinner des Gagarin-Cups 2014 zusätzlich eine Urkunde und einen extra Orden.

Über Gesamtpokale freuten sich Pascal Buthut und Moritz Pogadl.