Neu- und Umbaumaßnahmen stehen auf dem Gelände der psychiatrischen Klinik der Ameos-Gruppe in Haldensleben bevor. Dafür sollen 16,5Millionen Euro Fördermittel vom Land Sachsen-Anhalt fließen.

Haldensleben l Auf einen Termin für den Baubeginn möchte sich Krankenhaus-Direktor Andreas Schultz nicht festnageln lassen. Schließlich liegt der auch nicht in seiner Hand. "Die Bauanträge sind gestellt. Wir warten jetzt auf die Genehmigungen, und wenn die da sind, dann kann es sofort losgehen", nennt er den aktuellen Stand der Dinge.

Auf die paar Tage wird es jetzt wohl auch nicht mehr ankommen, denn die Pläne für die baulichen Veränderungen existieren schon seit langem. Sie wurden bereits im Jahr 2009 öffentlich den Haldensleber Stadträten vorgestellt. Damals wurde mit einem Baubeginn innerhalb der kommenden zwei Jahre gerechnet. Doch erst im Dezember 2012 hatte das Land Fördermittel in Höhe von 16,5Millionen Euro für das Bauvorhaben bewilligt. "Jetzt sind die Fördermittel zum Greifen nahe", versichert Schultz.

Vorgesehen sind ein Neubau für die Akutpsychiatrie sowie der Um- und Ausbau des leerstehenden Gebäudes 105 für die Gerontopsychiatrie. Vorrang haben laut Schultz die Arbeiten für die Gerontopsychiatrie. Hier soll die Bettenzahl von derzeit 20 auf dann 40 verdoppelt werden. Denn die Zahl der Patienten - die Gerontopsychiatrie beschäftigt sich mit psychischen Erkrankungen, die typischerweise erst im Alter auftreten, insbesondere Demenzen - nimmt zu.

Denkmalschutz erschwert die Planungen

Schwierig seien allerdings die Planungen für den Um- und Ausbau gewesen, berichtet der Krankenhaus-Direktor. Denn das komplette Gelände am Ortsausgang Haldensleben in Richtung Süplingen - vielen noch als Bezirksnervenklinik bekannt - steht komplett unter Denkmalschutz. Gerade für die Gebäude, die in den 1930-er Jahren gebaut worden waren - die "Landesheilanstalt Neuhaldensleben" wurde am 23.Mai 1930 ihrer Bestimmung übergeben - gibt es Auflagen des Denkmalschutzes, die es zu beachten gilt, so auch für das Gebäude 105. Vor dem Hintergrund des denkmalpflegerischen Aspektes werde sich auch der Neubau für die Akutpsychia- trie in das Gesamtensemble einfügen, meint Schultz.

Als weiteres Vorhaben im Rahmen der baulichen Veränderungen soll die alte Wäscherei zu einem Therapiezentrum umgebaut werden. Dazu wird das Gebäude komplett entkernt und dann saniert. "Wir wollen dort moderne Therapieangebote für unsere Patienten schaffen", stellt der Direktor die Pläne vor. Auch eine Parkanlage soll in diesem Zusammenhang geschaffen werden. "Das wertet das ganze Areal signifikant auf", ist er überzeugt.

Erste vorbereitende Maßnahmen für das Bauvorhaben sind aber schon realisiert und Baufreiheit geschaffen worden. "Wir haben den Wendehammer am Haupteingang für die Baufahrzeuge entschärft und auch die Fläche für den Neubau der Akutpsychiatrie gerodet", sagt Andreas Schultz.

Und was den genauen Zeitplan für das komplette Bauvorhaben angeht, auch da hält er sich bedeckt. Nur so viel war Andreas Schultz zu entlocken: "Ich wünsche mir für 2015 ein neues Bild von unserer psychia- trischen Klinik."