Bebertal (car) l Farbe ist das Thema des diesjährigen Tags des offenen Denkmals und (musikalische) Farbe wird Henrike Kinnemann am morgigen Sonntag ab 14 Uhr auf die neue Bühne im historischen Vier-Zeit-Hof in Bebertal bringen. Die gebürtige Haldensleberin, die in Osnabrück lebt, textet, komponiert und singt seit vielen Jahren. Bei einem Workshop 2007 hatte Konstantin Wecker sie ermutigt, weiter zu texten und zu komponieren, und ihr auch einen seiner Texte zur Vertonung überlassen.

2010 gründete Rike Kinnemann gemeinsam mit Florian Mohr, Klavier, Jonas Böker, Schlagzeug, und Hajo Cirksena, Bass, die Band "Mimi Crie". Mimikry bedeutet in der Biologie soviel wie nachahmen, andere nachahmen zum eigenen Vorteil. Wie sehr Frau Mimi das auch kann, stellt die Band unter Beweis.

Die jungen Leute passen mit ihrer Musik, die sie Chansonpop nennen, in keine Schublade. Ihre CD "Traumfrau" macht das deutlich. Rike ist dabei Komponistin, Texterin und Sängerin und eben auch ein bisschen Traumfrau. Die Titel sind mal schnell, mal langsam, mal leise und mal laut, melancholisch und lebensfroh, nachdenklich und dann wieder richtig frech und provozierend. Und eins ist allen gemein - sie erzählen kleine Geschichten, die jeder nachvollziehen kann. Die Traumfrau steht mit beiden Beinen mitten im Leben, manchmal aber auch völlig daneben, sie kann auch träumen und sich völlig verlieren. Einige Titel trägt Rike auch ganz allein vor, dazu setzt sie sich selbst ans Klavier. Eins ist gewiss: Wenn Rike Kinnemann zum Mikrofon greift, dann lebt sie ihre Musik, fühlt mit den Figuren, von denen sie singt. Die jungen Leute von "Mimi Crie" verbindet eine ungeheure Spielfreude, da fühlt sich das Publikum sofort einbezogen.