Ob Koch, Mediengestalter oder Konstruktionsmechaniker: Mehr als 150 Jobs haben am Wochenende auf dem Programm der Berufs- orientierungsmesse gestanden. Dabei konnten sich Interessierte direkt bei Unternehmen aus der Region informieren.

Haldensleben l "Unser Ziel ist, den Jugendlichen zu zeigen, welche Praktikums-, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten es bei uns der Region gibt", erklärte Ingrid Sollors. Zusammen mit Hans-Peter Golomb leitet sie den Arbeitskreis Schule/Wirtschaft. Dieser wiederum organisiert die Berufsorientierungsmesse - und das bereits seit 15 Jahren im Haldensleber Professor-Friedrich-Förster-Gymnasium. "Wir möchten gern die Vielfalt der Angebote zeigen und junge Leute auf diese Weise hier halten, nicht zuletzt wegen des Fachkräftemangels", so Ingrid Sollors. Das Netzwerk Schule/Wirtschaft gibt es auf Bundes-, Landes- und Kreis-Ebene. Dabei sei der Arbeitskreis des Landkreises Börde der älteste in Sachsen-Anhalt. "Für uns ist das ein Zeichen der Beständigkeit und des Interesses", fährt Ingrid Sollors fort.

Und das Interesse konnte sich am Sonnabend sehen lassen. In allen Stockwerken des Gymnasiums herrschte lebhaftes Kommen und Gehen. Ob allein oder zusammen mit den Eltern: Überall waren Jugendliche auf der Suche nach Möglichkeiten für ihr späteres Berufsleben. "Das Informationsinteresse setzt sehr früh ein - nicht erst bei Schülern, die schon kurz vor dem Abschluss stehen", hatte Lehrerin Ivonne Albrecht-Philipp von den Berufsbildenden Schulen des Landkreises festgestellt. "Das Publikum ist sehr jung. Ich habe das Gefühl, es kommen von Jahr zu Jahr mehr", ergänzte ihre Kollegin Susanne Brandt.

Insgesamt beteiligten sich rund 70 Aussteller an der Berufsorientierungsmesse. Dazu gehörten neben Ausbildungsbetrieben auch sechs Universitäten und Hochschulen. Drei Austauschorganisationen waren ebenfalls mit dabei. Gleiches galt für das Karrieremobil der Bundeswehr. Nicole Schmidt von der IKK Classic bot den Jugendlichen an, probeweise einen Bewerbungstest auszufüllen. In 35 Minuten galt es dabei, unter anderem Allgemeinwissen, logisches und räumliches Denken sowie Sprachgefühl unter Beweis zu stellen. Daneben gab es auch mehrere Gesprächskreise rund um Studium und Ausbildung.

Zum Arbeitskreis Schule/Wirtschaft gehören im Landkreis Börde 21 Mitglieder. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Betriebe, Schulen oder Krankenkassen. "Alle beteiligen sich ehrenamtlich", betont Ingrid Sollors. "Gerade das Gymnasium bringt sich unwahrscheinlich stark mit ein." So standen einige Schüler den Besuchern zum Beispiel als Lotsen zur Seite. In der Aula hatten die Zwölft- klässler eine Cafeteria mit Imbissmöglichkeiten aufgebaut.

Mit dem Besucherandrang zeigte sich Ingrid Sollors zufrieden. "Alles in allem hatten wir 500 bis 600 Gäste. Darauf sind wir stolz." Auch die Aussteller kämen immer wieder gern zur Berufsorientierungsmesse. "Wir verteilen jedes Mal Fragebögen, damit sie uns Verbesserungshinweise für das nächste Mal geben können", so Ingrid Sollors. Dass es ein nächstes Mal gibt, stehe bereits fest: "Ich bin mir sicher, dass wir 2015 die 16. Berufsorientierungsmesse veranstalten. Schließlich kommen jedes Jahr neue Schüler nach. Auch sie sollen die Möglichkeit haben, sich zu informieren", erklärte Ingrid Sollors.

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