Mit dem "Grenzenlos-Pokal" zum Mauerfalljubiläum konnten die Fußballer aus Königslutter aus Beendorf die Heimreise antreten. Vier Siege und ein Unentschieden brachten den Fußballern die Trophäe ein.

Beendorf l Als würdige Gastgeber in einem seit 25 Jahren vereinten Deutschland erwiesen sich am Sonnabend einmal mehr die Beendorfer. In ihrer Turnhalle, nur wenige Kilometer von der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze gelegen, fand ein fußballerisches Duell der Partnerstädte statt.

Der Kreissportbund Helmstedt hatte den Alt-Herren-Fußball-Wettstreit vorbereitet. Helmstedts Partnerstadt Haldensleben war daran ebenso beteiligt wie die Stadt Schöningen und Oschersleben sowie die Stadt Königslutter mit Gommern. Die Schirmherrschaft hatte Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert übernommen. Er ließ es sich auch nicht nehmen, mit einigen seiner Amtsbrüder persönlich die Siegerehrung vorzunehmen.

"Gezielt haben wir uns für Fußballer Ü-40 entschieden, schließlich geht es ja um das Mauerfalljubiläum vor 25 Jahren, das jeder zumindestens miterlebt haben sollte", meinte Jürgen Nitsche, der Vorsitzende des Helmstedter Kreissportbundes. "Heute heißt es, dabeisein ist alles", sagte Henning-Konrad Otto, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Haldensleben. Er war nach Beendorf gekommen, um dem Team die Daumen zu drücken. Haldensleben war mit einer Stadtauswahl ins Rennen gegangen, das heißt, die vier Spieler plus einem Torwart kamen aus mehreren Mannschaften und hatten so noch nicht gemeinsam gekickt.

Neuauflage gewünscht

Am Ende reichte es für die Helmstedter Partnerstadt zu Platz 6. Aber die Spieler hatten ihren Gegnern in allen fünf Partien spannende Kämpfe um den Ball geliefert. Auf Platz 5 landete Gommern, Vierter wurde Schöningen.

Spannend wie bei einem Finale wurde es beim letzten Spiel der jeweils Zwölf-Minuten-Partien, denn Oschersleben und Königslutter trafen aufeinander, und beide konnten sich noch den Sieg holen. Hier unterlagen die Oschersleber knapp mit 1:2 und wurden Dritte. Helmstedt konnte sich über den Silbermedaillenrang freuen, während Königslutter auf dem Treppchen ganz oben landete. Zur Siegerehrung war auch Beendorfs Bürgermeister Hagen Friedrichs als Gastgeber in die Halle gekommen.

"Dieses Turnier soll keine Eintagsfliege bleiben", sagte Jürgen Nitsche, der sich bei allen Spielern, Betreuern, Organisatoren und Helfern bedankte, die zum Gelingen beigetragen hatte. Ein besonderer Dank ging an das Team im Foyer der Halle, das für die Versorgung gesorgt hatte. Er hoffe, so Nitsche, dass es eine Wiederholung der Turniers geben könne. Dafür sei nicht unbedingt ein Jubiläum wie 25 Jahre Fall der Mauer notwendig.

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