Haldensleben (as) l Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege graben seit einigen Tagen rund um den Burgwall in Althaldensleben. Der Grund dafür ist, dass sich im Jahr 2016 die erste urkundliche Erwähnung Haldenslebens zum 1050. Mal jährt. Historiker sind der Meinung, dass der Burgwall Sitz der Grafen von Haldensleben war und wollen diesen nun wieder stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung rufen. Darüber hinaus gilt die Stelle als Keimzelle der gesamten Stadt Haldensleben. "Wir haben bereits erste Funde gemacht, Tierknochen und Scherben" erzählt die örtliche Leiterin Juliane Huthmann. Die Grabungen sollen noch bis Mitte Dezember andauern und man rechnet mit einer Auswertung im Frühjahr 2015.

Die archäologischen Untersuchungen sind eine Vorbereitung für die von der Stadt geplante touristische Erschließung der Burganlage. Geplant ist diese für das Jahr 2015. Mit den Details beschäftigt sich der Hauptausschuss bei seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 20. November, ab 18 Uhr.

Laut Beschlussvorlage liegen die Kosten für die Erschließung bei 52500 Euro. Auf die archäologischen Untersuchungen entfallen dabei rund 34500 Euro. Das Geld solle aus nicht beanspruchten Mitteln für das Marktzentrum und das Quartiersmanagement bereitgestellt werden, damit "diese nicht verfallen und eine zweckentsprechende Verwendung nachgewiesen werden kann."