Was als Plätzchenbackaktion für das Helmstedter Bürgerfest begann, könnte jetzt grenzüberschreitend zu einer neuen Kooperation werden. Die Erzieher der Kindergärten in Grasleben und Weferlingen haben Interesse signalisiert.

Weferlingen/Grasleben l 400 Euro hatten Graslebens Samtgemeindebürgermeister Gero Janze und Wirtschaftsförderer Peter Schorlemmer von der Stadt Oebisfelde-Weferlingen im Gepäck, als sie sich gemeinsam in die Kindergärten in Grasleben und Weferlingen begaben.

Die Summe, persönlich etwas aufgestockt und aufgerundet von Gero Janze und Bürgermeisterin Silke Wolf, hatten die beiden Gemeinden am gemeinsamen Stand zum großen Bürgerfest in Helmstedt von Besuchern erhalten. Am Stand waren nämlich in rund 200 Tüten bunte Plätzchen angeboten worden - allerdings nicht zum Verkauf. Stattdessen wurde um eine Spende für die Einrichtungen gebeten.

"Die Leute haben im Durchschnitt zwei Euro gespendet", resümierte Peter Schorlemmer. Kinder hätten eine Tüte des Gebäcks auch mal geschenkt bekommen. Andere hätten gespendet, ohne eine Tüte mitzunehmen.

Gebacken hatten übrigens der Kindergarten "Abenteuerland" in Grasleben, die Weferlinger Tagesstätte auf dem Kindercampus (Kita) und die Hörsinger Kindereinrichtung "Schölecke-Strolche".

"Bei uns sind rund 300 Stück Gebäck zusammengekommen", sagte Weferlingens Kita-Leiterin Gabriele Jensch. Der Hort auf dem Campus steuerte noch einmal 200 Stück bei, die Hörsinger 100. Über vier Tage wurde in mehreren Etappen gebacken.

Aus Grasleben kamen die Backergebnisse von 14 Blechen. Kinderpflegerin Barbara Seidel und ihre Kolleginnen hatte in der kleinen Küche ebenso fleißig mit den Kindern gebacken.

Damit ihnen das Mehl und andere Backzutaten für die Weihnachtsbäckerei nicht ausgehen, hatte Gero Janze für beide Einrichtungen zur Spendenübergabe ein entsprechendes Zutatenpaket mitgebracht.

Die Anregung der beiden Verwaltungsmitarbeiter zu einer bundeslandgrenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Kindereinrichtungen in Weferlingen und Grasleben griffen Anke Buchner-Lehmann, die stellvertretende Leiterin in Grasleben, und Gabriele Jensch interessiert auf.

Beide können sich gegenseitige Besuche zum Kennenlernen gut vorstellen, zum Beispiel im Bereich der künftigen Schulanfänger. Da die Grasleber Einrichtung nach dem Schulbesuch auch Hortkinder bis zehn Jahre nutzen, könnte auch dieser Alterssektor abgedeckt werden.

Schließlich liegt das niedersächsische Grasleben sogar noch näher an Weferlingen als Hörsingen, mit dem es mehrere gemeinsame Projekte gab und gibt.

Was in der Verwaltung und bei zahlreichen Vereinen und Institutionen wie Feuerwehr und Kirche bereits reibungslos klappt, könnte damit auch auf der Kinderebene aufgebaut werden.

In Weferlingen wurden die Gäste zur Spendenübergabe von allen Kindern mit einem Herbstlied begrüßt. Über die Verwendung der Mittel wird hier noch nachgedacht.

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