Rätzlingen l Die alte Holzbrücke auf dem ländlichen Weg von Rätzlingen in den Drömling war marode. Eigentlich sollte das Vorhaben schon 2013 umgesetzt werden. "Es gab damals aber Probleme mit der Planung. Die Statik musste nach neuen Richtlinien überarbeitet werden", erklärte Rätzlingens Ortsbürgermeister Wilhelm Behrens (Aktive WG Sport). Außerdem galt es für die Brückenbauer, Rücksicht auf die Wiesenbrüter zu nehmen. Die Mitarbeiter des Naturparks Drömling mussten wegen der Brutzeiten und des Vogelschutzes erst grünes Licht zum Bauablauf geben.

Schon 2011 begannen die ersten Wegebauarbeiten in den Gemarkungen Miesterhorst, Bösdorf, Kathendorf und Rätzlingen. Bereits 2007 hat sich eine Teilnehmergemeinschaft im vereinfachten Flurbereinigungsverfahren "Bösdorf-Rätzlinger Drömling" gebildet, um diese geförderten Arbeiten umsetzen zu können.

Die Finanzierung vom Wege- und Brückenbau erfolgt zu 90 Prozent von der EU, vom Bund und vom Land. Die Teilnehmergemeinschaft hat einen Eigenanteil von zehn Prozent zu leisten.

Die Bauabnahme der Brücke erfolgte. Auch wenn es sich bei der jetzigen Maßnahme nur um eine Brücke mitten in der Natur handelt, muss die neue Überführung sehr stabil sein. Schließlich würden die landwirtschaftlichen Fahrzeuge ja auch immer breiter und schwerer werden.

Zur Bauabnahme traf sich Behrens nun mit Eckard Albrecht vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Stendal sowie mit Planer Kunibert Bortfeldt und mit Wolfgang Sender von der Naturparkverwaltung. "Der Brückenbau ist gelungen. Die Überführung ist stabil und sieht jetzt ordentlich aus", sagte Behrens zufrieden.

Die neue Brücke wird nicht nur von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, sondern auch touristisch von Radlern oder Spaziergängern genutzt.

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