Sabine Heuer und Klaus-Günter Krüger sind künftig viel auf den Straßen der Verbandsgemeinde Flechtingen unterwegs - zu Fuß oder im Auto. Die Regionalbereichsbeamten der Polizei sind seit dem 1. November vor Ort.

Flechtingen l Sabine Heuer und Klaus-Günter Krüger haben am 1. November ihren Dienst als Regionalbereichsbeamte in der Verbandsgemeinde Flechtingen aufgenommen. Begrüßt wurden sie mit einem bunten Blumenstrauß von Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Wille. Er wie auch Ordnungsamtsleiterin Antje Jacobs sind froh über die Verstärkung direkt vor Ort.

Die beiden Polizeibeamten sind mit einem eigenen Büro am Lindenplatz 13 in Flechtingen eingezogen. Dort werden sie allerdings nicht so häufig anzutreffen sein.

Denn eine ihrer Hauptaufgaben wird es sein, im gesamten Gebiet der Verbandsgemeinde Flechtingen präsent zu sein, zu den Bürgern zu kommen, mit ihnen zu sprechen und präventiv zu arbeiten.

Ganz bewusst hat sich Sabine Heuer um einen der neu geschaffenen Posten als Regionalbereichsbeamte beworben. Der Polizeioberkommissarin liegt der Kontakt zu den Bürgern. "Wir sind natürlich noch sehr flexibel und warten auf die ersten Erfahrungen vor Ort", sagt die 55-Jährige, die in der Kreisstadt wohnt, aber eigentlich von der Küste stammt. Doch grundsätzlich gelte: "Steht das Polizeiauto vor der Tür der Verbandsgemeinde, sind wir im Büro ansprechbar." Ihre Einladung zur Kontaktaufnahme gilt in jedem Fall, egal, ob gerade im Büro oder auf Streife vor Ort. Im Büro sind sie telefonisch unter 039054/986145 zu erreichen. Sind sie nicht da, wird der Anruf zur Verbandsgemeinde umgeleitet. Sprechstunden im Büro sind zunächst dienstags von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr vorgesehen.

Mit dem Fahrrad, wie anfangs mal überlegt wurde, können die beiden Beamten nicht losziehen, dazu ist die Verbandsgemeinde einfach viel zu großflächig, doch die ländliche Prägung macht den beiden gar nichts aus.

Insbesondere Klaus-Günter Krüger sagt von sich, er sei ein "Jung vom Dorf". Deshalb "kann man mit mir auch deutsch reden", bittet der Polizeihauptmeister um klare Worte. Wo immer Fragen oder Probleme auftauchen, wollen die Regionalbereichsbeamten helfend eingreifen. "Wir haben für jeden ein offenes Ohr", sagt der 50-Jährige, der von der Revierstation Oebisfelde in die neue Funktion gewechselt ist.

Joachim Albrecht vom Polizeirevier Börde hat mit Sabine Heuer und Klaus-Günter Krüger das letzte von 13 Duos in ihren Dienst als Regionalbereichsbeamte in den Verwaltungseinheiten eingeführt. "Aber mit Blumen sind unsere Beamten nirgends empfangen worden", sagte Joachim Albrecht. Für Sabine Heuer ist das ein Zeichen, dass sie in Flechtingen willkommen sind, ihre ersten Kontaktaufnahmen würden das zeigen.

Das kann Ordnungsamtsleiterin Antje Jacobs nur bestätigen. Der kurze Weg von ihrem Büro in das der Kontaktbeamten nur einen Eingang weiter, das sei schon "eine super Sache".

Auch Daniel Görges als Vertreter der Landkreisverwaltung hält die neue Form polizeilicher Arbeit für vorteilhaft. "Sie sind jetzt dort, wo sie gebraucht werden", sagte er.

Regelmäßig, zunächst 14-tägig, werden die Kontaktbeamten zusammenkommen, um Organisatorisches zu besprechen und Erfahrungen untereinander auszutauschen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass sie mal einen Unfall aufnehmen, aber die Regel sei das nicht, sagt Joachim Albrecht. Bewusst setze die Polizei neben dem Streifendienst auf die neuen Regionalbereichsbeamten, um die Bürger vor Ort zu erreichen.